"Eclipse" am Kennedydamm

Dieses Hochhaus soll der neue Hingucker in Düsseldorf werden

"Eclipse" am Kennedydamm: Dieses Hochhaus soll der neue Hingucker in Düsseldorf werden "Eclipse" am Kennedydamm: Dieses Hochhaus soll der neue Hingucker in Düsseldorf werden Foto: diedeveloper
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Neben dem Hilton-Hotel am Kennedydamm in Düsseldorf ist das 60 Meter hohe „Eclipse“ geplant. Investor sind die Developer, die bereits die Libeskind-Bauten am Kö-Bogen gebaut haben.

Am Kennedydamm entsteht ein neues Hochhaus. Die Developer, ein Düsseldorfer Entwickler, will auf dem zum Hilton-Hotel gehörenden Parkplatz ein dreieckiges gläsernes Gebäude errichten, das eine moderne Auffassung von Arbeitswelten spiegelt. Atrien, Dachterrassen und andere Wohlfühlzonen sollen aus der Bürowelt einen Ort machen, an dem man sich gerne aufhält.

Das Projekt heißt „Eclipse“ und wird auf 200 Millionen Euro Investitionsvolumen beziffert. Partner der Düsseldorfer ist ein Staatsfonds aus dem Mittleren Osten, der auch das Grundstück einbringt. Die Developer und ihr Chef Stefan Mühling sind in der Landeshauptstadt bestens bekannt, sie haben den Kö-Bogen I mit den Libeskind-Bauten verwirklicht. Die wichtigsten Fakten:

Der Ort

An der Großkreuzung treffen gleich drei Bundesstraßen zusammen: B1, B7 und B8, Kennedydamm, Danziger und Uerdinger Straße, Johann- und Roßstraße. Neben der Hochstraße Richtung Flughafen/Kaiserswerth ragt das „Horizon“ auf, die neue Zentrale von L’Oréal. Diese wurde ebenfalls von den Developern gebaut, die Düsseldorfer schaffen mit dem nun geplanten Nachbarn ein Tor zur nördlichen Innenstadt.

Den Kennedydamm im Norden Düsseldorfs haben die Stadtplaner neben dem Medienhafen und dem Gebiet rund um den Hauptbahnhof zum Hochhaus-Standort gemacht. Dort steht bereits das „Sky Office“ (89 Meter), geplant ist einige Meter weiter das etwas höhere „Gateway“ (92 Meter). Die beiden Mühling-Projekte kommen auf eine Höhe von 60 Metern.

Eclipse 1 (image/jpeg)

Das Gebäude

Die Symbiose von Leben und Arbeiten prägt moderne Bürokonzepte. Küchenblöcke, Fitness-Studios und Laufbahnen auf Dächern sind einige Beispiele dafür. Das dreieckige Grundstück neben dem Hilton-Hotel ermöglicht jedoch keinen Campus, der sich breit macht, er soll nach oben realisiert werden, im Konzept ist die Rede vom „vertikalen Campus“.

Wie ein Band ziehen sich helle Fensterflächen am und rund ums Gebäude in die Höhe, unterbrochen von großen Atrien und gekrönt von einer begrünten Dachterrasse. „Wie eine Helix ziehen sich Sonderbereiche durch das Gebäude und schaffen Arbeits-, Kommunikations-, Präsentations- und Erlebnisbereiche und damit Raum für die Umsetzung von zukünftigen Megatrends“, sagt dazu Stefan Mühling. So entstehen „mittendrin“ offene und hohe Räumlichkeiten, in denen sich teils um die 200 Menschen treffen können, um einem Vortrag zu lauschen oder auch, um zu feiern.

Eclipse 2 (image/jpeg)

Der Name

"Eclipse" bedeutet Finsternis und Verfinsterung, aber auch Sonnenfinsternis. Auf dieses viel sympathischere Himmelsphänomen beziehen sich die Developer bei der Namensgebung des Neubaus, und sie denken dabei auch an "Horizon", den Horizont, nach dem die L’Oréal-Zentrale benannt ist.

Die Architekten

Beim "Eclipse" arbeiten die Developer wieder mit dem Düsseldorfer Architekturbüro HPP zusammen, das auch schon das „Horizon“ geplant hat. Mit dabei ist zudem der Amsterdamer Architektur- und Designstar Ben van Berkel, der die Erasmusbrücke in Rotterdam entworfen hat und mit seinem Büro UNStudio den futuristischen Bahnhof von Arnheim oder das Mercedes-Benz-Museum in Stuttgart.

„Trends und Technologien verändern unsere Arbeits-, Lern- und Lebenswelt kontinuierlich“, sagt van Berkel. „Die Architektur muss einen Rahmen bilden, der auch in 30 Jahren noch relevant ist und Arbeitsformen aufnehmen kann, die wir heute noch nicht kennen.“

Gerhard Feldmeyer (HPP) ist mit dem Plangebiet bestens vertraut. Für ihn kennzeichnet den Entwurf „eine transparente, zum Stadtraum geöffnete, einladende Architektur, die dem Kennedydamm ein neues Gesicht geben und auf die gesamte Umgebung ausstrahlen wird“.

Der Zeitplan

Das Konzept legt nahe, das Gebäude nicht an viele Firmen zu vermieten, sondern einen einzelnen Nutzer zu finden, wie es auch bei L’Oréal der Fall war. Die Verhandlungen sind weit gediehen. Ende 2019 / Anfang 2020 soll Baustart sein, Ende 2022 die Fertigstellung.

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Quelle: RP