Abistreiche in Düsseldorf

Party für die Schüler, Kuchen für die Lehrer

Abistreiche in Düsseldorf : Party für die Schüler, Kuchen für die Lehrer Abistreiche in Düsseldorf : Party für die Schüler, Kuchen für die Lehrer Foto: Johanna Heinen
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Die Abiturienten in Düsseldorf feierten ihre Abistreiche, aber zurückhaltender als sonst. Verpflegung für die Lehrer war inklusive.

Am Freitagmorgen war die Ritterstraße in der Altstadt abgesperrt. Zwei große Bauzäune versperrten den Lehrern und Schülern den Zugang zum Haupteingang des St.-Ursula-Gymnasiums – außer den Abiturienten. Die verwandelten den Straßenabschnitt zwischen den Zäunen zur Partymeile. Mit lauter Musik und Nebelmaschinen feierten die Zwölftklässler den Start ihres letzten Schultags.

Abistreiche mit Regeln

Auch im Rest von Düsseldorf verabschiedeten sich die Schüler der Q2 mit ihren Abistreichen vom Schulunterricht. Wie immer gab es Spiele für die Lehrer, versperrte Eingänge und mit alten Klausurblättern geflutete Flure. Aber die Regeln waren dieses Jahr, wie schon bei der Mottowoche, aufgrund von zu großen Ausschreitungen in den letzten Jahren, strenger. „Wir haben Auflagen vom Schulleiter bekommen“, sagt Manuel Burchard, der mit Linus Simons den Abistreich am St.-Ursula-Gymnasium organisiert hat. „Keine Wasserbomben oder Wasserpistolen. Und die jüngeren Schüler verschonen.“ Dennoch hatten Anwohner die Polizei wegen Lärm und der abgesperrten Straße angerufen. „Aber wir haben es extra so gebaut, dass wir die Leute durchlassen können. Es war also kein Problem“, sagt Linus Simons. Auch eine Sprecherin der Polizei bestätigte, dass die Abistreiche dieses Jahr ansonsten ruhig verliefen.

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Lehrer bekamen Kuchen

Die Schüler des Leibniz-Montessori-Gymnasiums in Pempelfort mussten auch auf einen Sturm der Schule verzichten. Sie feierten ihr Abschiedsprogramm in der Aula. Dort mussten die Lehrer bei einem Spiel wieder die Schulbank drücken. Naya Moldenhauer und John Becker-Horst übernahmen zusammen die Rolle der Lehrer und stellten Aufgaben. „Nach acht Jahren Unterricht seid ihr jetzt mal dran“, sagt die Abiturientin.

Im Stadtteil Gerresheim sorgten sich die Abiturienten hingegen um das leibliche Wohl der Lehrkräfte. Am Marie-Curie-Gymnasium bereiteten die Schüler, die sich zu ihrem Abi-Motto „Bella Ciao“, inspiriert von der Netflix-Serie „Haus des Geldes“, verkleidetet hatten, als Dankeschön ein Frühstück vor. Am Gymnasium Gerresheim versorgten die Q2ler ihre Lehrer mit Kaffee und Kuchen.

Zu viele Motti für eine Woche

Die Dieter-Forte-Gesamtschule in Eller durfte einen Tag länger als die anderen Abiturienten feiern. Bei ihnen hat die Mottowoche schon am Freitag vorher begonnen. „Wir hatten einfach so viele Mottos, die uns gefielen“, sagt Adyn Owusu. Den letzten Schultag zelebrierte die Q2 aber nur mit Spielen mit den Lehrern in der Turnhalle – ohne die anderen Schüler. Das war auch so gewollt. „Wir haben eine so enge Bindung als Stufe, unter uns macht es mehr Spaß“, erklärt Adyn Owusu.

Ein Lehrer der Gesamtschule findet die Feierlichkeiten vor den Abiprüfung jedoch nicht angebracht. „Ich halte es für sinnvoller, nach den Klausuren das bestandene Abitur zu feiern und nicht schon das Ende der Schulzeit.“ Immerhin würden 15 Prozent der Schüler nach seiner Aussage im Abitur durchfallen.

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Quelle: RP