Walid El Sheikh Andreas Apostolakis neue Location Düsseldorf
Foto: Denise Breidbach

Gerade erst hat Walid El Sheikh erfolgreich gegen seine Versicherung geklagt, jetzt gibt es noch mehr gute Nachrichten von dem bekannten Düsseldorfer Gastronom: Zusammen mit seinen Partnern werkelt er schon am nächsten Lokal in der Altstadt!

Kein Wunder, dass Walid El Sheikh in diesen Tagen strahlt. Schließlich hat das Düsseldorfer Landgericht ihm recht gegeben: Die Zurich Versicherung muss ihm wegen der Betriebsschließung der Bars „Sir Walter“, „Oh Baby Anna“ und „Elephant Bar“ im ersten Lockdown 764.138,63 Euro zahlen.

„Ich habe meine Läden genau für solche Fälle wie den der Corona-Pandemie versichert, also für infektionsbedingte und vom Staat verordnete Schließungen“, erklärt der Düsseldorfer. Doch seine Versicherung sah das anders, das Ganze ging vors Gericht – und Walid El Sheikh mit der hohen Entschädigungssumme als Sieger aus der Runde (mehr zu den Hintergründen erfahrt ihr bei RP+).

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„Natürlich ist mir ein Stein vom Herzen gefallen, schließlich liegen harte Monate hinter meinem Team und mir!“ Die Versicherung wird wohl in Berufung gehen, doch der Gastronom ist überzeugt, dass es bei dem Urteil bleiben wird. Aktuell lässt er prüfen, ob die Zurich auch für den zweiten Lockdown Entschädigung zahlen muss.

Neues Lokal in der Düsseldorfer Altstadt

Unabhängig davon geht es auch es auch an seiner anderen Baustelle – dem „Paradise Now“ im Hafen – weiter. Und das ist noch nicht alles! Der Gastronom ist an einem neuen Projekt in der Düsseldorfer Altstadt dran – in direkter Nachbarschaft zur Boston Bar.

Irish Pub Düsseldorf Altstadt
„The Irish Bar at Mojo“ liegt eine Tür entfernt von der Boston Bar (Gebäude ganz rechts). Foto: Denise Breidbach

Bis 2018 war an der Hunsrückenstraße „The Irish Bar at Mojo“ beheimatet. „Vor gut einem Jahr haben wir den Mietvertrag für die Location unterschrieben – und dann kam Corona“, so Walid El Sheikh. Nicht unbedingt der Traumstart für ein neues Projekt. Doch während andere in den Pandemie-Zeiten eher zurückhaltend agieren, denkt der Düsseldorfer an die Zukunft. „Die Altstadt hat es verdient, dass man sich um sie kümmert, gerade in diesen Zeiten!“ Und fügt hinzu: „Jede Krise ist auch der Beginn von etwas Neuem – auch von einer Erfolgsgeschichte!“

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Beim Foto-Termin in den rustikalen Räumlichkeiten ist Andreas Apostolakis dabei – mit ihm hat Walid El Sheikh schon erfolgreich die Boston Bar im Sommer 2020 eröffnet. Auch der dritte Mann an Bord ist kein Unbekannter: Moritz von Schrötter gehört ebenfalls zu den „Paradise Now“-Betreibern. „Wir alle haben unterschiedliche Stärken, ergänzen uns sehr gut und teilen die gleichen Visionen beim Thema Gastronomie“, so Walid El Sheikh über seine Geschäftspartner. „Und das ist sehr inspirierend, gemeinsam entwickelt man die Ideen weiter und geht in der Umsetzung neue Wege“, ergänzt Andreas Apostolakis.

In diesem Fall führt der Weg durch alte Backsteine und Holzbalken auf ca. 120 Quadratmetern. „Wir haben alles zurückgebaut, jetzt geht’s Schritt für Schritt weiter. Alles wird neu gemacht, nur das Gemäuer bleibt“, erklärt Andreas Apostolakis. „Vor uns liegen noch sieben bis acht Monate Arbeit, bevor wir an eine Eröffnung denken können.“

Kein Club, keine Bar – eine Location für den Genuss

Doch was genau erwartet die Gäste dann an der Hunsrückenstraße 16? Da schmunzelt Walid El Sheikh. „Auf jeden Fall keine Party, es wird kein Club und auch keine klassische Bar werden.“ Also ein Restaurant? „Es wird ein Erlebnis für die Sinne, der Genuss steht an erster Stelle“, hält sich der Gastronom bedeckt. „Das rustikale Fundament ist die Realität – und drinnen wird es dann so sein, als ob ein Ufo gelandet ist!“

Ein Satz fürs Kopf-Kino. Jetzt lacht El Sheikh. „Gastronomie ist kein Stillstand, sondern ein kontinuierlicher Prozess. Und jeder Betrieb führt zu neuen Ideen, das ist der Lauf der Dinge.“ Von daher dürfte nach diesem Lokal noch lange nicht Schluss sein…

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Was die aktuellen Geschäfte angeht, hofft der Düsseldorfer auf eine positive Entwicklung in den nächsten Monaten. „Meine Mitarbeiter sind startklar. Wenn das offizielle „Go“ kommt, können wir sofort loslegen.“ Ob sich das Ausgehverhalten durch die Corona-Pandemie verändert hat? „Mit Sicherheit“, blickt Walid El Sheikh in die Zukunft. „Die Sehnsucht ist groß. Und deshalb wird es nicht wie gestern, sondern es wird viel heftiger werden!“