"Hashi" an der Ackerstraße

Viel mehr als nur acht Kostbarkeiten

"Hashi" an der Ackerstraße: Viel mehr als nur acht Kostbarkeiten "Hashi" an der Ackerstraße: Viel mehr als nur acht Kostbarkeiten Foto: Hashi Facebook

"Ach, man sollte viel öfter hierherkommen", konstatiert meine begeisterte Co-Testerin. Und sie hat ja so Recht. Wer gerne asiatisch isst, wird sich in diesem kleinen sympathischen Restaurant pudelwohl fühlen.

Traditionelle chinesische Küche (so der O-Ton der Homepage) gibt es hier jenseits jeglichen Acht-Kostbarkeiten-Einerleis in Bestform und zu erstaunlich fairen Preisen. Schon die Produktqualität ist bemerkenswert. So kommt nur Geflügel mit Label-Rouge-Siegel sowie Schweinefleisch aus schwäbisch-hällischer Bio-Aufzucht in Topf und Pfanne. Dazu kann man gute Weine aus Frankreich und von namhaften deutschen Winzern trinken.

Der Service ist herzerfrischend freundlich und das Ambiente ebenso einnehmend. Nebst den bequemen sattorangen Schalenstühlen und robusten Holztischen gefällt es mit aparten Details wie den sonnengelben, von Lampions inspirierten Lampen und der hübschen wandfüllenden Illustration, die, ganz ohne zu volkstümeln, eine fernöstliche Straßenszenerie zeigt.

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Wir gönnen uns erst mal einen Winzersekt von Markus Molitor (0,1l fünf Euro). Schmeckt prima, macht die Qual der Wahl aber auch nicht leichter. Die Karte schlägt uns eine Bouillon von der Freilandpoularde vor. Die ist schon mal gesetzt. Dazu müssen wir uns zwischen sechs Vorspeisen entscheiden, von denen wir eigentlich jede nehmen würden. Für das nächste Ma(h)l sind der geräucherte Tofu-Salat mit Gemüse-Julienne und Koriander sowie Spinatsalat mit Glasnudeln, Ingwer, Zitrone und Chiliöl fest vorgemerkt (5,50/ sieben Euro).

Zusätzlich empfehlen sich für den Anfang sechs Sorten Teigtaschen, die unter anderem mit Ochsenschwanz und Sellerie oder auch mit Shrimps, Kabeljau und Bärlauch gefüllt sind. Klingt alles prima. Gut, dass man sich davon auch gemischte Portionen mit fünf, acht oder zwölf Stück zusammenstellen kann. Die Hauptgerichte machen ebenfalls irgendwie allesamt Appetit. Was also nehmen? Schweinebauch mit Bohnengemüse und Sojasauce, Chilifisch nach Sichuan- Art mit geschmorten Gurken oder Geschnetzeltes von der Freiland- Poularde nach kaiserlicher Art? Und dann ist da schließlich noch die Tagestafel, die mit raffinierten Offerten wie einem Trio von Jakobsmuschel, Avocado und Spanferkelsülze (zehn Euro) oder Frühlingsrollen mit Himalaya- Trüffel und Ibérico (neun Euro) locken.

Und was gibt es zu trinken?

Auf der Tafel stehen Tiger- Bier und gekühlter Sake, ein nicht näher bezeichneter Pinot noir und ein Chardonnay, der als Naturwein namens "Delire en Seuret" angekündigt ist. Der interessiert uns und kommt, so erfahren wir auf Nachfrage, aus der Bourgogne. Der Service bietet uns außerdem noch einen Sauvignon blanc sowie einen Grauburgunder von Köster- Wolf an (0,15l fünf Euro). Letzterer darf es dann auch sein. Den kennen wir. Der schmeckt. Allerdings erweist sich das wirklich feine Tröpfchen aus Frankreich als noch besserer Begleiter zu unseren asiatischen Köstlichkeiten (0,15l sieben Euro/Flasche 24 Euro).

Die Bouillon, bestückt mit kleinen zarten Wantans, hält sich mit der Würze zurück und überzeugt mit sehr purem Geflügelaroma (klein sechs/groß zwölf Euro). Umso mehr Pep hat der scharfe Sepiasalat mit schwarzen Bohnen und Knoblauch (acht Euro). Die Tintenfischstücke sind butterzart. Leicht geschmorte lange Streifen von Gurke mildern die Chilischärfe etwas ab und sorgen für eine erfrischende Note. Unsere kleinen gedämpften Teigtaschen mit dem schlichtem Namen "Bao" sind ganz groß im Geschmack. Und was bitte ist alles in dem köstlichen Dip, der sie begleitet? Unsere charmante Service-Frau muss überlegen und zuckt schließlich mit den Schultern. Die genaue Rezeptur wisse sie gar nicht, bei der Vielzahl von Zutaten vom Reisessig bis zu diversen Gewürzen wie Sternanis.

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Auch der lockerleichte Tofu mit Wok-Gemüse, Pilzen und Chili wird von einem appetitlichen Sojasud umschmeichelt (12,50 Euro). Noch besser gefällt das Kungpao (15 Euro). Das geschnetzelte Poulardenfleisch kommt mit knackigen Blumenkohlröschen, Champignons, Paprika und Erdnüssen auf den Tisch. Es prickelt mit einer schön austarierten Chilischärfe, die jedoch nicht alles andere übertüncht. Wir kommen wieder, sicherlich auch einmal für die Pekingente, die es ab zwei Personen auf Vorbestellung gibt.

Infos: Hashi, Ackerstraße 182. Telefon: 0211 68789908. Öffnungszeiten: Dienstag bis Samstag von 12 bis 15 und von 18 bis 22 Uhr.

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Quelle: Düsseldorf geht aus!