Armin Laschet
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Die Maskenpflicht im Freien kann in Nordrhein-Westfalen beendet werden. Das sagte Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) am Mittwoch im Düsseldorfer Landtag.

In Innenräumen sollte an der Pflicht zum Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes überall dort festgehalten werden, wo es nötig sei. „Wir dürfen kein Risiko eingehen“, sagte Laschet.

Der Unions-Kanzlerkandidat mahnte trotz sinkender Corona-Neuinfektionszahlen in Deutschland zur Vorsicht und warnte vor der in Großbritannien verbreiteten Delta-Variante. „Eine vierte Welle will niemand. Es gilt, alles zu tun, damit sie vermieden werden kann.“

Laschet fordert Geduld bei Impfungen

Laschet rief die Bürger zu Geduld bei den Corona-Impfungen auf. Nachdem derzeit in den Impfzentren fast ausschließlich Zweitimpfungen möglich seien, würden im Juli auch wieder Erstimpfungen ermöglicht, sagte Laschet am Mittwoch im Düsseldorfer Landtag. Weiterhin gelte das Versprechen: „Im Laufe des Sommers wird Jeder und Jede ein Impfangebot erhalten.“

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Laschet stellte Sonderimpfangebote auch für Studenten und Studentinnen an den Hochschulen und Universitäten in Aussicht. Spätestens mit Beginn des kommenden Wintersemesters müsse an den Hochschulen wieder ein Regelbetrieb mit Präsenz und Studentenleben möglich sein. Wo es notwendig sei, werde es auch gesonderte Impfangebote für Studierende geben, die keinen Hausarzt hätten.

Kein Impfzwang für Kinder

Trotz sinkender Corona-Neuinfektionen und des hohen Impftempos gebe es „keinen Anlass für Übermut“, sagte der Unions-Kanzlerkandidat. Öffnungen sollten Schritt für Schritt erfolgen. Deshalb solle an Hygiene- und Sicherheitsmaßnahmen „mit geringen Einschränkungen der Freiheitsrechte festgehalten werden“, sagte Laschet. „Wir sind im Endspurt.“ Die veränderte Situation eröffne neue Perspektiven.

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Laschet sprach sich gegen jeglichen Zwang bei den Corona-Impfungen für Jugendliche zwischen 12 und 16 Jahren aus. Zwar habe die Europäische Arzneimittelagentur EMA den Biontech-Impfstoff für diese Altersgruppe zugelassen, sagte der Kanzlerkandidat der Union am Mittwoch im Landtag in Düsseldorf.

Die Ständige Impfkommission (Stiko) in Deutschland empfehle ihn allerdings „aus gutem Grund“ nur für Jugendliche mit Vorerkrankungen. Eltern sollten daher das Gespräch mit dem Kinderarzt suchen und sich beraten lassen. „Es darf keinen Impfzwang geben, und es darf auch keinen Druck geben, gerade bei Kindern nun das Impfen unbedingt zur Pflicht zu machen“, so Laschet.

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Quelle: dpa