Foto: nikitabuida / Shutterstock.com
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Der Porno-Konsum geht in diesen Zeiten durch die Decke! Sexfilme sind inzwischen zugänglicher denn je und egal ob auf dem Smart-TV, am Smartphone oder auf dem Laptop – überall werden die entsprechenden Seiten angeklickt. Eine Studie warnt aber vor möglichen Nebenwirkungen.

Auf der internationalen Forschungsplattform „The Conversation“ hat Neuro-Wissenschaftlerin Rachel Anne Barr ihre Studienergebnis vorgestellt und die Resultate dürften für Sorgenfalten bei dem ein oder anderen Porno-Konsument sorgen.

Denn durch übermäßiges Schauen von Sexfilmen können demnach unter anderem Lern- und Merkprozesse innerhalb des Hirns beeinflusst werden – es kann nur eingeschränkt auf Veränderungen und notwendige Anpassungen im Leben reagieren.

Die Videos können laut Studie ebenfalls einen Einfluss auf die Qualität der Partnerschaft und die Fähigkeit, sich auf eine Liebesbeziehung einzulassen, haben. In einer Beziehung könne dann das Sexleben unter dem Konsum leiden, unter anderem Errektionsprobleme oder Probleme beim Orgasmus seien die Folge.

Dies liegt auch an der unnatürlichen Ausschüttung des Hormons Dopamin, das vom Hirn besonders als Belohnung ausgeschüttet wird. Darüber hinaus steuert der Transmitter auch die Zufuhr von Erinnerungen und Informationen an das Hirn.

Im Kontext des Porno-Konsums werden Nutzer, ähnlich wie bei anderen Genussaktivitäten wie Essen, immer an den Ort gelenkt, an dem es eben jenen Genuss gab. Dadurch entsteht im schlimmsten Fall eine Abhängigkeit.

Sollte diese Belohnung dann aber nicht mehr genügen oder gerade nicht verfügbar sein, soll auch der Dopamin-Haushalt ins Wanken geraten. Das könne bei Konsumenten wiederum zu depressiven Symptomen und einer niedrigeren Lebensqualität führen.

Darüber hinaus könnten auch Schäden am Hirn zu übermäßigen Konsum von pornografischen Inhalten entstehen. Die Entwicklung des präfontalen Kortex, einem Teil des Frontallappens der Großhirnrinde, könne darunter leiden.

Dort werden moralische Grundlagen eines Menschen sowie Willenskraft und Impulskontrolle kontrolliert. Diese bleiben im Kindesalter noch unterentwickelt, erst als Erwachsener ist der Prozess fortgeschritten.

Durch den Porno-Konsum soll der Kortex beschädigt und unter Umständen einen Erwachsenen in einen jugendlichen Status zurückversetzt werden. Dadurch könnten diese Menschen dazu neigen, falsche Entscheidungen zu treffen und sich emotional nicht unter Kontrolle zu haben.