Katja Krasavice polarisiert. Das ist genauso wenig neu wie etwas über ihren gemachten Körper. Beides zusammengenommen zeigt aber ganz genau auf, was die Faszination rund um ihre Person ausmacht.

Was für viele Personen unbezahlbarer Luxus ist, ist für Katja Krasavice normal: Die 23-Jährige war mal wieder beim Beauty-Doc und hat sich die Lippen aufspritzen lassen. „Meine Lippen sind so riesig, ich hab so übertrieben. Aber mir gefällt’s“, beginnt sie eine Story auf ihrem Instagram-Account, auf der sie fast nackt zu sehen ist. Und genau das hat sie offenbar dazu bewogen, zu dem Thema Stellung zu beziehen.

Es gebe viele Menschen, die ihr Aussehen kritisieren würden, sie jedenfalls interessiere das keineswegs. „Ich will mir so gefallen. Und ich gefall mir so“, findet sie klare Worte. „Es gibt kein zu doll. Wenn ein Mann sich schminken will, schminkt sich ein Mann. Wenn ein Mann sich umoperieren will, tut er sich umoperieren.“

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Und dann wendet sie sich noch an ihre Hater: „Bitch, ich will so aussehen. Ich will, dass ich aussehe wie operiert. Ich geh‘ doch nicht Lippen machen und sag: ‚Bitte ganz natürlich. Ich will heute ganz natürlich aussehen.'“ Und während sie auf ihre Wange zeigt, fügt Katja Krasavice hinzu: „Und wenn ich Bock hab, mir hier ’ne fünfte Titte dran zu drehen, dann dreh‘ ich mir hier ne fünfte Titte dran, Alter. Das ändert nichts an meinem verfickten Charakter.“ Nun gut, wir müssten erst einmal bei Nummer drei anfangen, aber sei’s drum!

Für die Autorin der „Bitch Bibel“ hat das Aussehen eines Menschen nichts mit dem Charakter zu tun. Eine Person, die eine andere wegen ihres Aussehens nicht respektiere, sei „dumm“ und „intolerant“. Andererseits würde viel Schminke jedoch auch nicht über einen negativen Charakter hinwegtäuschen: „Wenn dein Charakter dreckig ist, wenn du verlogen bist, bist du verloren. Und wenn du ein guter Mensch bist, dann kannst du dich sogar – bei mir klappt’s – so anziehen und trotzdem respektieren dich die Menschen.“

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Nun aber genug der, zugegebenermaßen nicht ganz unberechtigten und für Krasavicsche Verhältnisse erstaunlich differenzierten, Sozialkritik. Denn Katja wäre nicht Katja, wenn sie nicht noch eine sexuelle Anspielung vom Stapel lassen würde: „Ich habe damit recht und geh‘ damit in die Geschichte ein: Männer, die gegen dicke Lippen was sagen, hatten noch nie dicke Lippen an ihrem Schwanz!“ Das sähe dann wohl ungefähr so aus:

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Für einen kurzen Moment hatten wir tatsächlich gedacht, Katja Krasavice würde unter die Gesellschaftskritiker gehen. Bis zu diesem, in ihren Augen, geschichtsträchtigen Zitat. Aber sind wir mal ganz ehrlich: So kennen wir unser Blondchen doch. Und so gefällt sie uns am allerbesten.

+++ Nur Schutzmasken, sonst nackt – geht Katja Krasavice diesmal zu weit? +++