Verkehrs-Hammer! Diese Kölner Straßen werden extrem autofeindlich

In Sachen Mobilitätswende scheut die Stadt Köln keine Kosten und Mühen, um das Autofahren in der City so ungemütlich wie möglich zu machen. Tonight News kennt die neuesten Pläne.
Verkehrsschilder
Diverse Verkehrsschilder stehen in der Fußgängerzone in der Innenstadt nebeneinander. Foto: Peter Kneffel/dpa
Verkehrsschilder
Diverse Verkehrsschilder stehen in der Fußgängerzone in der Innenstadt nebeneinander. Foto: Peter Kneffel/dpa

Die Ehrenstraße ist nun Fußgängerzone, am Hansaring sind etliche Parkplätze weggefallen und in Riehl wurden die Fahrspuren reduziert: Köln wird extrem autofeindlich! Alles für die Umwelt – das scheint die Stadt sich groß auf die Fahne geschrieben zu haben. Jetzt kommt der nächste Verkehrs-Hammer – der so manchen Berufspendler auf die Palme bringen dürfte.

Es ist amtlich: Die Venloer Straße wird zwischen Hohenzollernring und Militärringstraße zu einer Einbahnstraße! Doch es kommt noch dicker: Verkehrsteilnehmer dürfen die beliebte Multi-Kulti-Meile im Herzen von Ehrenfeld bald nur noch mit 20 km/h passieren!

Mobilitätswende: Köln fördert Lastenräder und bestraft Autofahrer

Lars Wahlen, verkehrspolitischer Sprecher der Grünen im Kölner Rat freut sich über den Beschluss, der am Dienstag, 17. Mai, gefallen ist und weist noch einmal auf die Lastenradförderung der Stadt (500.000 Euro pro Jahr) hin:

Die Lastenradförderung in Köln ist eine Erfolgsgeschichte und muss fortgeschrieben werden. Viele lassen ihr Auto inzwischen links liegen und steigen, auch dank der Fördergelder, auf den Sattel. Sie transportieren ihre Einkäufe, Kleinkinder oder Haustiere mit klimafreundlicher Bein- und Akkukraft.

Die Stadt unterstützt Kölner, die sich ein Lastenrad anschaffen möchten, mit einer Teilfinanzierung von 45 Prozent der Netto-Anschaffungskosten. Bei Geringverdienern mit „Kölnpass“ fließen sogar 65 Prozent des Kaufbetrags auf das Konto der Antragsteller. Anwohnerin Laura König aus Ehrenfeld, die jeden Tag beruflich mit einem Lieferwagen die Venloer Straße befahren muss: „Da konnte man auch bisher nur 20 km/h fahren wegen der ganzen Lastenräder. Wenn die Einbahnstraße dann auch noch kommt, wird sich der ganze Verkehr doch auf der Vogelsanger Straße stauen. Ob das besser ist?“

Doch es ist nicht nur die Venloer Straße, die schon bald extrem autofeindlich wird. Auch rund um den Dom wolle man mehr Platz für Fußgänger und Radfahrer schaffen. Im Detail heißt das:

  • Die Trankgasse wird zwischen Marzellenstraße und Am Domhof zur Fahrradstraße
  • Der Kardinal-Höffner-Platz wird zur Fußgängerzone
  • Die Marzellenstraße und die Komödienstraße werden zu Einbahnstraßen mit Zusatzschild „Radfahrer frei“

Ab wann die Veränderungen genau umgesetzt werden, ist noch nicht bekannt.