Vater entführt sein Kind ins Ausland – um Impfung zu verhindern?

Die Polizei ermittelt gegen einen Vater, der seinen Sohn entführt hat. Wollte er so die Corona-Impfung des Zehnjährigen verhindern?
Flugzeug Köln-Bonn
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Die Stiko empfiehlt Kindern mit Vorerkrankung die Impfung gegen das Coronavirus. Erhalten dürfen sie aber auch völlig gesunde Kinder. Ob das gut ist? Da scheiden sich die Geister – auch unter Elternteilen.

Und so sucht die Polizei weiter nach einem verschwundenen Zehnjährigen und seinem Vater, der das Kind womöglich entführt haben soll. Es gebe keine gesicherten Hinweise auf den Aufenthaltsort der beiden, sagte ein Polizeisprecher am Montag in Pforzheim. Ob die Beamten den Mann erreichen konnten, sagte er nicht.

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Impfgegner? Vater und Sohn an großem großem Flughafen unterwegs

Nach Medienberichten hatte der Junge aus Mühlacker (Enzkreis) über Weihnachten bei seinem leiblichen Vater nahe Bergisch Gladbach in Nordrhein-Westfalen gewohnt. Vergeblich habe die Mutter danach das Kind am vereinbarten Treffpunkt in Köln abholen wollen. RTL-News zufolge soll der Vater, ein gebürtiger Belgier, kurz vor Weihnachten unter anderem die Herausgabe des Reisepasses des Zehnjährigen vor Gericht erstritten haben. Der Mann habe auch seine Kreditkarte an einem großen Flughafen eingesetzt. Angebliches Motiv: Der Vater sei Impfgegner und habe nicht gewollt, dass sein Sohn geimpft werde.

Die Polizei schließt nicht aus, dass die beiden im Ausland sind. Die Pforzheimer Beamten stehen deswegen mit dem Landeskriminalamt in Kontakt. Sie ermitteln wegen des Verdachts auf Kindesentziehung.

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dpa