„Um das schlimmste Leid zu mildern“: OB Reker schickt Hilfe nach Kiew

OB Henriette Reker schickt Windeln, Hygieneartikel, Medikamente und Konserven auf den Weg in die Ukraine. Die Hilfsgüter hatte Kiews Bürgermeister Vitali Klitschko angefragt.
OB Reker
OB Henriette Reker zwischen Klopapier und Co. Foto: Oliver Berg/dpa
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OB Henriette Reker zwischen Klopapier und Co. Foto: Oliver Berg/dpa

Nach einer E-Mail des Kiewer Bürgermeisters Vitali Klitschko an seine Kölner Amtskollegin sind nun 120 Paletten mit Hilfsgütern auf dem Weg aus der Domstadt in die Ukraine. Klitschko habe ihr vor etwa zwei Wochen eine Liste mit dringend benötigten Hilfsgütern gemailt, sagte die Kölner Oberbürgermeisterin Henriette Reker (parteilos) am Donnerstag. „Wir haben uns die dann angeguckt und gesagt, wie kriegen wir das denn jetzt zusammen?“

Ukraine-Krieg - Hilfslieferungen aus Köln

Hilft ihrem Amtskollegen Vitali Klitschko: OB Reker. Foto: Oliver Berg/dpa

Problem sei gewesen, dass zu dem Zeitpunkt viele Unternehmen und Einrichtungen bereits Spenden geleistet und sich bei der Ukraine-Hilfe engagiert hätten. „Darum haben wir versucht, Nischen zu aktivieren“, sagte Reker. Unter anderem habe ihr Team gezielt etwas unbekanntere Firmen angerufen und um Unterstützung gebeten.

OB Reker schickt Lebensmittel nach Kiew

Das Ergebnis sei überwältigend: Vier Lastwagenladungen voller Lebensmittel, Hygieneartikel und Medikamente kamen zusammen. Die Güter werden nach Angaben der Stadt zu einer Sammelstelle der Deutschen Bahn gebracht und dann mit einem Cargozug an die polnisch-ukrainische Grenze transportiert.

„Ich wünsche mir, dass die Güter da ankommen, wo sie hin sollen und wirklich gebraucht werden, um dort das schlimmste Leid erstmal zu mildern“, sagte Reker, die Klitschko nach eigenen Angaben persönlich kennt. Er war 2015 für sein politisches Engagement mit dem Konrad-Adenauer-Preis der Stadt Köln ausgezeichnet worden. Nach dem russischen Angriff auf die Ukraine am 24. Februar hatte Reker ihm in einem Schreiben ihre Anteilnahme ausgedrückt und Hilfe angeboten.

dpa