Reaktion auf Trockenheit: Stadt Köln verbietet Wasserentnahme aus Bächen

Die Stadt Köln verbietet die Wasserentnahme aus Bächen und Wasserstellen bis Ende Oktober. Wegen der Trockenheit drohen viele Gewässer zu vertrocknen.
Ausgetrocknetes Bachbett
Das ausgetrocknete Bachbett des Wickerbach in Wiesbaden. Foto: Boris Roessler/dpa
Ausgetrocknetes Bachbett
Das ausgetrocknete Bachbett des Wickerbach in Wiesbaden. Foto: Boris Roessler/dpa

Köln steht vor einer Hitzewelle. Laut Meteorologen könnte in den kommenden Tagen sogar die 40-Grad-Marke am Rhein geknackt werden. Für Flora und Fauna der Domstadt bedeutet das allerdings nichts Gutes, denn die Natur leidet jetzt schon unter dem ausbleibenden Regen.

Schon das Frühjahr war mit vergleichsweise wenig Niederschlag äußerst trocken. Das rächt sich nun: Bereits in dieser Frühphase des Sommers drohen viele Wasserstellen und Bäche in Köln zu verrinnen. Daher hat das Umwelt- und Verbraucherschutzamt nun Wasserentnahmen einen Riegel vorgeschoben. So wurde allen Kölnerinnen und Kölner, die an Wasserstellen und Bächen wohnen, ab dem 13. Juli die Entnahme von Wasser verboten.

Das betrifft sowohl rechts- als auch linksrheinische Gewässer und alle 24 Fließgewässer in Köln. Direkt davon betroffen sind laut Stadt ca. 800 bis 900 Eigentümer. Die Verfügung soll bis zum 31. Oktober 2022 gelten. Je nach Witterung behält sich die Stadt auch eine mögliche Verlängerung der Verfügung vor.

Allerdings ist es nicht das erste Mal, dass die Stadt eine solche Verfügung erlässt. Bereits in den vergangenen Jahren reagierte man so auf die niedrigen Pegelstände der Bäche und Gewässer.

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