Zwangsprostitution: Polizei schnappt Zuhälter am Kölner Hauptbahnhof

Zwangsprostitution am Kölner Hauptbahnhof! Die Bundespolizei in Köln hat einen Mann aus Königswinter festgenommen.
Hauptbahnhof HBF Köln KVB
Der Hauptbahnhof in Köln. Foto: Shutterstock.com / Michael von Aichberger
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Der Hauptbahnhof in Köln. Foto: Shutterstock.com / Michael von Aichberger

Eine Kontrolle der Bundespolizei nach einer Auseinandersetzung am Kölner Hauptbahnhof, am Morgen des 08.September brachte weittragende Hintergründe hervor: Eine 22-jährige Kölnerin war in Streitigkeiten mit einem ihr bekannten 24-Jährigen aus Königswinter (NRW) geraten. Gegenüber der Streife der Bundespolizei Köln gab sie an, dass sie zur Prostitution gezwungen worden sei. Die Bundespolizei ermittelte den Sachverhalt und nahm den Mann fest.

Köln Hauptbahnhof: Polizei nimmt Mann (24) aus Königswinter fest

In der Nachtschicht von Mittwoch auf Donnerstag erregte der Streit zweier Personen die Aufmerksamkeit einer Streife am Kölner Hauptbahnhof. Die hinzugeeilten Beamten konnten den Sachverhalt zunächst nicht schlüssig klären, daher nahmen sie die Streitparteien mit zur Dienststelle am Breslauer Platz. Der Mann aus Königswinter bedrohte hierbei fortwährend die 22-Jährige. Die junge irakische Frau erzählte verängstigt, dass der Mann, welcher sie im Bahnhof gegen ihren Willen angefasst hatte, zur Prostitution zwingen würde. Der anfänglich charmante Mann aus Königswinter habe sie nach einer kurzen Kennenlernphase unter Druck gesetzt und sie gezwungen auf einem Internetprotal sexuelle Leistungen anzubieten, deren Einnahmen sie an ihn abgeben musste.

Dies konnte sie durch Chatverläufe untermauern. Eine Personalienüberprüfung des Tatverdächtigen ergab, dass er bereits wegen Zwangsprostitution durch das Landgericht Trier im Jahr 2018 zu einer Freiheitsstrafe rechtskräftig verurteilt wurde. Unter Absprache mit der Kriminalwache der Landespolizei Köln nahmen die Beamten den Beschuldigten vorläufig fest und stellten seine drei Smartphones sicher. Gegen ihn wird ein Strafverfahren wegen Zwangsprostitution eingeleitet. Zusätzlich bemühten sich die Beamten um eine Betreuung der Geschädigten.