Welpen-Drama in Köln: Polizei nimmt illegale American-Bulldog-Zucht hoch

In Köln und Leverkusen haben vier herzlose Männer und Frauen illegale Hundezucht betrieben, um die Welpen anschließend im Internet zu verkaufen.
Welpen Kühzällerweg
Diese Welpen wurden in der Kölner Wohnung gefunden. Foto: Polizei Köln
Welpen Kühzällerweg
Diese Welpen wurden in der Kölner Wohnung gefunden. Foto: Polizei Köln

Traurig blickt das Muttertier durch die Gitterstäbe seines Käfigs, als wollte es sagen: „Bitte, holt mich hier raus.“

Hund

Die Mutter der kleinen American Bulldogs lag eingesperrt in Köln-Holweide. Foto: Polizei Köln

Ihre Jungen sind teilweise allein in Extra-Käfigen eingesperrt, klettern am Gitter hoch oder sind zu fünft in einer Kiste eingepfercht. Auch der Anblick der eingesperrten Vaterbulldogge ist nahezu unerträglich. Es sind Bilder des Tierleids, die die Polizei Köln am Dienstag (18. Oktober) bei zwei Wohnungsdurchsuchen in Köln und Leverkusen zu Gesicht bekam.

Hund

Der Vater der Jungtiere lag eingesperrt in der Leverkusener Wohnung. Foto: Polizei Köln

Mit richterlichen Durchsuchungsbeschlüssen stürmten die Beamten am Dienstagmorgen gegen 6 Uhr eine Wohnung in Köln-Holweide und eine in Leverkusen-Steinbüchel. Der Grund: Hinweise auf illegale Welpenzucht!

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Dieser Welpe war separat in einem eigenen Käfig gefangen. Foto: Polizei Köln

In der Kölner Wohnung am Kühzällerweg fanden die Einsatzkräfte eine Hündin (American Bulldog) und fünf Welpen. In der Leverkusener Albert-Schweitzer-Straße stellten sie einen Rüden und einen Welpen sicher. Die in engen Käfigen gehaltenen, zunächst augenscheinlich unverletzten Tiere sollen nun von Tierärzten untersucht werden. Die Wohnunsinhaber (22, 27, 26 und 23) müssen sich nun wegen Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz verantworten. Die Ermittlungen, die nach einem Zeugenhinweis auf eine von den Beschuldigten betriebene Internetseite zur Vermarktung der Hunde angelaufen war, dauern an.