Schlimmer Tier-Tod in Hennef: Hund jagt Rinder auf Gleise – dann rollt Zug ein

Schlimmer Tier-Tod in Hennef (Rhein-Sieg-Kreis) bei Köln: Ein freilaufender Hund hatte vier Kühe auf die Bahngleise getrieben. Prompt wurden sie vom Zug erfasst.
entlaufene Kuh in Pulheim
Das Bild zeigt eine entlaufene Kuh in Pulheim. Foto: Bundespolizei
entlaufene Kuh in Pulheim
Das Bild zeigt eine entlaufene Kuh in Pulheim. Foto: Bundespolizei

Weil ein freilaufender Hund in Hennef (Kreis Sieg) drei Rinder und ein Kalb aufgescheucht hat, sind die Tiere auf die Bahngleise gelaufen und von einem Zug erfasst worden. Die Kühe hätten den Zusammenstoß am Dienstagmorgen nicht überlebt, teilte die Bundespolizei am Mittwoch mit. Der Hund und dessen möglicher Halter seien unbekannt, sagte eine Polizeisprecherin auf Anfrage. Es werde wegen gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr ermittelt.

Der Rinder-Halter sei bereits dabei gewesen, seine aufgescheuchten Tiere wieder einzufangen, nachdem sie aus der Weide ausgebrochen waren. Dabei seien sie erneut durch einen Hund aufgeschreckt worden und fluchtartig auf die Gleise gelaufen. Dort wurden sie von einer S-Bahn erfasst. Personen seien bei dem Unglück nicht verletzt worden.

Hennef: Kühe aufs Gleis gescheucht – 1485 Minuten Verspätung

Nach dem Vorfall musste die Strecke Hennef – Siegburg gesperrt werden, es sei zu insgesamt 1485 Minuten Verspätungen gekommen, wovon 39 Züge betroffen waren, so die Bundespolizei. Die Schadenshöhe der Bahn sei noch unklar, die Tiere hatten den Angaben zufolge einen Wert von etwa 10.000 Euro.

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Wegen des enormen Schadens und ungeachtet etwaiger zivilrechtlicher Regressansprüche – entweder durch die Bahn oder den Rinder-Halter – wies die Bundespolizei Hundehalter auf die Leinenpflicht im Raum Hennef hin. Halter hafteten für Ihre Tiere.

Erst neulich war es zu einem ähnlichen Fall in Pulheim bei Köln gekommen. Dort hatte eine Kuh den Stromzaun gecrasht und war auf die Gleise gestürmt.

dpa