„Rassisten, Hurensöhne“: 24-Jähriger raucht im Zug und beleidigt Polizisten

Eskalation im RE 5 von Köln nach Bonn. Weil ein 24-Jähriger im Zug geraucht hat, artete die Situation mit anderen Fahrgästen völlig aus.
Bundespolizei Bahnhof
Zwei Bundespolizisten am Hauptbahnhof in Köln. Foto: Bundespolizei
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Zwei Bundespolizisten am Hauptbahnhof in Köln. Foto: Bundespolizei

Samstag (17. September) eskalierte eine zunächst verbale Auseinandersetzung in einer Regionalbahn zwischen Köln-Mülheim und Köln-Süd. Nachdem sich ein Mann im Zug eine Zigarette angemacht hatte, solidarisierten sich mehrere Bahnreisende und forderten ihn auf, das Rauchen zu beenden. Ein Wort gab das andere, dann folgten Faustschläge und Kopfstöße. Alarmierte Einsatzkräfte der Bundespolizei stellten den Tatverdächtigen am Hauptbahnhof Bonn.

Samstagabend gegen 19 Uhr meldete sich ein Reisender aus dem Regionalexpress 5 und gab an, dass er während der Fahrt durch einen Mann körperlich angegriffen worden sei. Einsatzkräfte der Bundespolizei stellten den Tatverdächtigen sowie den Geschädigten und Zeugen nach Ankunft des Zuges am Hauptbahnhof Bonn. Widerwillig kam der 24-jährige Bonner den Aufforderungen der Beamtinnen und Beamten nach, lehnte einen freiwilligen Atemalkoholtest ab und beleidigte die Einsatzkräfte im Anschluss als „Rassisten“ und „Hurensöhne“. Durch mehrere Zeugenaussagen ermittelten die Bundespolizisten den Auslöser der Auseinandersetzung: Der 24-Jährige soll auf der Rückfahrt aus Leverkusen im vollen Zugabteil eine Zigarette angemacht haben. Mitreisende Fahrgäste sprachen ihn an und forderten ihn auf, das Rauchen zu beenden. Plötzlich soll der Aggressor einen 43-jährigen Reisenden aus Alfter (Eifel, NRW) erst mittels Kopfstoß angegriffen und anschließend mit Faustschlägen gegen den Kopf, Hals und Oberkörper attackiert haben. Ein zweiter Mitreisender (43), welcher schlichtend eingreifen wollte, wurde am Unterarm verletzt. Die Einsatzkräfte der Bundespolizei veranlassten die Sicherung des Videomaterials aus dem Regionalexpress und fertigten eine Strafanzeige wegen gefährlicher Körperverletzung und Bedrohung sowie eine weitere wegen der Beleidigung der Einsatzkräfte.