Messer-Stecher von Herzogenrath gilt als „islamistischer Prüffall“

Horrorszenen in einer Regionalbahn: Plötzlich sticht ein Mann wahllos auf Mitreisende ein und verletzt fünf Menschen. Der Angreifer war den Behörden schon früher als "islamistischer Prüffall" aufgefallen.
Messer Bedrohung Frau
Ein Mann bedroht eine Frau mit einem Messer. Symbolbild. Foto: Shutterstock/BR Photo Addicted
Messer Bedrohung Frau
Ein Mann bedroht eine Frau mit einem Messer. Symbolbild. Foto: Shutterstock/BR Photo Addicted

Nach der Messerattacke in einer Regionalbahn bei Aachen prüfen die Ermittler einen islamistischen Hintergrund. Das teilte NRW-Innenminister Herbert Reul (CDU) am Freitag mit. Bei dem Täter handele es sich um einen 31-jährigen Mann, der im Irak geboren wurde, seine Staatsangehörigkeit sei noch unklar. Bei der Attacke am Freitagmorgen habe der Mann fünf Menschen verletzt, Lebensgefahr habe nicht bestanden. Auch der Täter sei verletzt worden.

Der Mann habe in einer Regionalbahn bei Herzogenrath am Freitagmorgen plötzlich „wahllos und willkürlich“ auf Passagiere eingestochen, schilderte Reul. Es handele sich um „eine grausame Tat, die in einem Akt enormen Mutes gestoppt werden konnte“. Einem 60 Jahre alten Bundespolizisten, der sich zufällig im Zug befand, sei es mit Hilfe zweier weitere Passagiere gelungen, den Angreifer zu überwältigen. In der Bahn hätten sich etwa 270 Fahrgäste befunden.

Der Täter sei bei den Behörden 2017 als sogenannter Prüffall Islamismus aufgelaufen, sagte Reul. Der Mann habe damals in einem Flüchtlingsheim gelebt und sich stark verändert, so dass das Heim dann die Behörden informiert habe. Es gelte nun zu ermitteln, ob es wirklich ein islamistisches Motiv für die aktuelle Tat gegeben habe.

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dpa