Mann tigert mit Heroin-Steinen durch Kölner Hauptbahnhof

Er wurde bereits mit einem Haftbefehl gesucht und darf sich eigentlich nicht mal in Deutschland aufhalten. Doch das hielt den Iraner (41) von weiteren Drogengeschäften nicht ab. Was war passiert?
Foto: Herointüte
150 Gramm Heroinsteine. Foto: Bundespolizei
Foto: Herointüte
150 Gramm Heroinsteine. Foto: Bundespolizei

Samstagmorgen (17. September), 1.30 Uhr, am Kölner Hauptbahnhof: Bundespolizisten bestreifen die Halle, um Kriminelle aus dem Verkehr zu ziehen. Dabei haben sie wie so oft den richtigen Riecher, als sie einen 41-jährigen Mann routinemäßig kontrollieren. Beim Herauskramen seines Personalausweises fällt auf, dass der Iraner Kokain im Portemonnaie aufbewahrt. Er räumt sofort ein, dass er das Rauschgift dort versteckt hielt. Doch die Ordnungshüter nehmen das zum Anlass, ihn komplett zu durchsuchen – und werden prompt fündig.

Der 41-Jährige hat sieben Gramm abgepacktes Heroin, neun Methadon-Tabletten, sechs Pregabalin-Tabletten, zwei weitere „Bubbles“ (Plastikbehälter) mit Kokain-Einheiten und ein Tütchen mit 150 Gramm Heroin-Steinen im Gepäck!

Doch damit nicht genug: Bei der Überprüfung seiner Identität stellt sich heraus, dass er von der Staatsanwaltschaft Nürnberg bereits mit Haftbefehl gesucht wird. Grund: Betäubungsmittelkriminalität! Außerdem darf er sich seit März 2022 nicht mehr in Deutschland aufhalten. Die Ordnungshüter nehmen den Wohnungslosen fest und leiten mehrere Strafverfahren gegen ihn ein – wegen Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz sowie wegen unerlaubten Aufenthalts.