„Letzte Generation“ in Köln: Nerv-Aktivisten blockieren wichtige Hauptstraße

Klima-Katastrophe in Köln! Allerdings hat das Drama weniger mit dem Wetter als mit den Demonstranten der Bewegung "Letzte Generation" zu tun. Die wütenden Aktivisten blockieren am Freitag eine wichtige Hauptstraße.
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Polizisten lösen die angeklebte Hand eines Aktivisten der Organisation "Letzte Generation" mit Olivenöl von einer Straße in der Kölner Innenstadt. Foto: Henning Kaiser/dpa
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Polizisten lösen die angeklebte Hand eines Aktivisten der Organisation "Letzte Generation" mit Olivenöl von einer Straße in der Kölner Innenstadt. Foto: Henning Kaiser/dpa

In der Kölner Innenstadt haben etwa zehn Aktivisten der Gruppe „Letzte Generation“ am Freitag kurzzeitig die Hauptstraße Pipinstraße/Cäcilienstraße, Höhe Hohe Straße/Galeria Kaufhof blockiert. Einige von ihnen hatten sich auf der Fahrbahn festgeklebt. Mit der Aktion wollten sie „gewaltfrei gegen die unzureichende Klimapolitik der Regierung – aus aktuellem Anlass besonders gegen die geplante Erweiterung des Braunkohletagebaus Garzweiler II“ protestieren, wie ein Sprecher mitteilte. Die Polizei stellte nach eigenen Angaben die Personalien fest und leitete den Verkehr an den Demonstranten vorbei.

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Polizisten lösen die angeklebte Hand eines Aktivisten der Organisation „Letzte Generation“ mit Olivenöl von einer Straße in der Kölner Innenstadt. Foto: Henning Kaiser/dpa

„Letzte Generation“ treibt auch in Berlin ihr Unwesen

Auch in der Berlin kam es am Freitagmorgen (6. Januar) zu Nerv-Aktionen der Klima-Kleber. Sie haben an mehreren Stellen auf der A111 und A100 in Berlin die Straße blockiert. Wie die Verkehrsinformationszentrale am Freitag mitteilte, waren gegen 8 Uhr mehrere Anschlussstellen und Ausfahrten blockiert. Konkret von den Protestaktionen betroffen waren den Angaben zufolge die Anschlussstelle Heckerdamm auf der A111 stadteinwärts, die Ausfahrt Tempelhofer Damm auf der A100 Richtung Wedding und die Ausfahrt Sachsendamm auf der A100/A103 Richtung Tiergarten. Nach Angaben der Polizei sind mittlerweile alle blockierten Stellen wieder frei.

Laut einer Pressemitteilung der Gruppe Letzte Generation sollten die Blockaden in Berlin die Proteste um den Kohleabbau im Dorf Lützerath in Nordrhein-Westfalen unterstützen. Das Dorf soll der Braunkohlegewinnung weichen.

Berlin: Klima-Aktivistin nach Klebe-Aktion vor Gericht

Eine 20 Jahre alte Klimaschutz-Aktivistin steht nach Blockadeaktionen der Klima-Protestgruppe Letzte Generation in Berlin vor Gericht. Zunächst sollte auch eine Klebeattacke an einem wertvollen Bild in der Berliner Gemäldegalerie mitverhandelt werden. Dieses Verfahren hat das Amtsgericht Tiergarten jedoch zu Prozessbeginn am Donnerstag abgetrennt. Es soll zu einem späteren Zeitpunkt verhandelt werden, weil der Verteidiger laut Gericht bislang noch keine Akteneinsicht erhalten hat.

Die 20-Jährige und eine weitere Aktivistin sollen sich im August 2022 mit Sekundenkleber am historischen Holzrahmen des Gemäldes „Die Ruhe auf der Flucht nach Ägypten“ von Lucas Cranach dem Älteren (1472-1553) befestigt haben. An dem Rahmen ist laut Ermittlungen ein Schaden in Höhe von 2385 Euro entstanden. Die Anklage lautet auf gemeinschädliche Sachbeschädigung.

dpa