Pädo-Pädagoge vor Kölner Gericht: Kinderschänder gesteht 124 Horror-Taten

Als Babysitter oder pädagogische Kinderbetreuung näherte er sich über 14 Jahre seinen Opfern, um sie zu vergewaltigen und missbrauchen. Nun räumte der Mann (45) aus Wermelskirchen alle Taten vor dem Kölner Landgericht ein.
Landgericht Köln
Das Kölner Landgericht. Foto: Oliver Berg/dpa
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Das Kölner Landgericht. Foto: Oliver Berg/dpa

Der Angeklagte im Missbrauchsfall Wermelskirchen hat vor Gericht die ihm vorgeworfenen Taten in einer Erklärung eingeräumt. „Die soeben verlesene Anklage wird von dem Angeklagten vollständig eingeräumt. Alle dort erhobenen Vorwürfe treffen zu“, sagte sein Verteidiger, der das Schreiben vorlas, am Dienstag (6. Dezember) im Kölner Landgericht. Darüber hinaus stehe sein Mandant auch für Fragen zur Verfügung. Ziel sei es, die „für alle Verfahrensbeteiligten nicht einfache Beweisaufnahme“ möglichst abzukürzen. Zudem kündigte der Anwalt ein Schmerzensgeld an, dass den Opfern „kurzfristig“ gezahlt werden solle.

Dem 45-Jährigen aus Wermelskirchen wird in dem Verfahren vorgeworfen, immer wieder Kinder schwer missbraucht und davon Aufnahmen gemacht zu haben. Seinen Opfern habe er sich unter anderem genähert, indem er sich als Babysitter und Betreuer angeboten habe. Zudem soll er mit anderen Männern in Kontakt gestanden und diese etwa zu Missbrauch animiert haben. Die Spuren, die Ermittler bei ihm fanden, führten zu zahlreichen weiteren Ermittlungsverfahren. Der Prozess gegen den Deutschen begann am Dienstagmorgen.

Sein Anwalt sagte, dass sein Mandant in der Presse vereinzelt als „Monster“ bezeichnet worden sei. Wenn man die Anklage gehört habe, sei diese Bezeichnung „vielleicht gar nicht so falsch“. Das Gericht sollte aber auch sein heutiges Verhalten betrachten. „Wir gehen davon aus, dass man dann zu der Überzeugung kommt, dass hier heute eine andere Persönlichkeit sitzt. Die jedenfalls heute nicht mehr das Monster ist, das alle fürchten müssen.“

dpa