Köln Messe/Deutz: Fahrstuhl defekt – Rollstuhlfahrer dreht völlig durch

Wegen eines defekten Fahrstuhls am Bahnhof Köln Messe/Deutz drehte ein Rollstuhlfahrer völlig durch und warf seinen Rollstuhl auf die Gleise.
Foto: Shutterstock/Stokkete
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Montagmorgen (29. August), 1.30 Uhr am Bahnhof Köln Messe/Deutz: Ein Rollstuhlfahrer (59) an Gleis 10 möchte runter auf die Fußgängerebene gelangen. Als er den defekten Fahrstuhl bemerkt, verliert er die Nerven. Kurzerhand steht er auf und schleudert seinen Rollstuhl ins Gleisbett und verlässt den Bahnsteig über die Treppen. Weil Zeugen das Wut-Szenario beobachten konnten, riefen sie die Bundespolizei, die den Mann wenig später im Bahnhofsbereich stellt.

Der Gehbehinderte hat nun eine Anzeige wegen gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr an der Backe. Die Bundespolizei appelliert eindringlich: „Das Bereiten von Hindernissen im Gleisbereich, egal welcher Größe und Beschaffenheit, ist kein Bagatelldelikt. Züge nähern sich mit einer hohen Geschwindigkeit und können nicht ausweichen. Erfasste oder aufgewirbelte Gegenstände können zum lebensgefährlichen Geschoss werden und schwere Verletzungen verursachen. Weiterhin können durch achtlos aufgelegte Gegenstände, Züge aus den Schienen springen oder auch nur kurzzeitig die Verbindung zum Gleisstrang verlieren. Durch unvorhersehbare Gefahrenbremsungen können ebenfalls Bahnreisende in den jeweiligen Zügen stürzen und verletzt werden.“