Illegale Einwanderung in Köln: Polizei ermittelt gegen Schleuser

Fahndungserfolg im Kampf gegen illegale Einwanderung. Insgesamt 250 Bundespolizisten haben Wohnungen und Büroräume in Gelsenkirchen, Limburg und Köln durchsucht.
Razzia Köln
Das Bild zeigt eine Razzia in Köln. Foto: Thomas Banneyer/dpa
Razzia Köln
Das Bild zeigt eine Razzia in Köln. Foto: Thomas Banneyer/dpa

Im Auftrag der Staatsanwaltschaft Köln hat die Bundespolizeiinspektion Kriminalitätsbekämpfung Köln am Donnerstag (20. Oktober) zeitgleich zwölf Objekte (Wohnungen und Büroräume) im Raum Köln, Gelsenkirchen (NRW) und im Großraum Limburg (Hessen) durchsucht. In dem wegen banden- und gewerbsmäßigen Einschleusens von Ausländern geführten Ermittlungsverfahren wurden zwei männliche sowie eine weibliche Beschuldigte auf der Grundlage von Haftbefehlen des Amtsgerichts Köln festgenommen.

Die Bundespolizei ermittelt gegen insgesamt elf Tatverdächtige, die schleusungswilligen Personen, überwiegend aus Syrien, unrechtmäßig ausgestellte Ausweisdokumente zur Verfügung gestellt haben sollen, um diesen die unerlaubte Einreise ins Bundesgebiet zu ermöglichen. Dazu sollen die unrichtigen Dokumente, teilweise durch „Mittelsmänner“, ins Ausland verbracht und dort an die betreffenden Personen übergeben worden sein, damit diese bei der Ausreise aus ihrem Heimatland ein Dokument vorlegen konnten, das ihr angebliches Aufenthaltsrecht in Deutschland belegt. Die Ausweispapiere sollen vor der Einreise nach Deutschland wieder entsorgt worden sein, damit die eingereisten Personen im Bundesgebiet Asylanträge stellen konnten.

Polizei Köln ermittelt gegen Schleuser und illegale Einwanderer

Bei der festgenommenen Beschuldigten handelt es sich um eine Mitarbeiterin des Ausländeramtes der Stadt Köln, die in dem Verdacht steht, die benötigten Ausweisdokumente – Fiktionsbescheinigungen und Reisepässe für Ausländer – ausgestellt und den weiteren Beschuldigten gegen Bezahlung überlassen zu haben. Bislang konnten durch die Bundespolizeiinspektion Kriminalitätsbekämpfung 26 Fälle ermittelt werden, in denen mehrere Tausend Euro pro Schleusung bezahlt worden sein sollen.

Im Zuge der heutigen Durchsuchungsmaßnahmen wurden ca. 12.000 Euro Bargeld, etwa 50 Mobiltelefone, mehrere Datenträger, Laptops und Computer sowie zahlreiche Dokumente (u.a. Reisepässe und Fiktionsbescheinigungen) sichergestellt. Insgesamt befanden sich ca. 250 Bundespolizisten im Einsatz. Die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Köln und der Bundespolizei dauern an.