Häftling flüchtet aus Psychiatrie – und fliegt in Köln beim Schwarzfahren auf

Dumm gelaufen für einen Flüchtling aus Gambia. Nachdem er aus einer Haft in Heidelberg floh, flog er in Köln beim Schwarzfahren auf.
Festnahme
Symbolbild: Bundespolizei
Festnahme
Symbolbild: Bundespolizei

Klammheimlich schlich er sich aus einer Heidelberger Psychiatrie, wo er als Strafgefangener galt. Doch dann flog der 23-jährige Geflüchtete aus Gambia (Westafrika) in Köln beim Schwarzfahren auf. Was war passiert?

Freitagmorgen (2. Dezember) fiel den Bahn-Angestellten im ICE 18 aus Frankfurt am Main (Hessen) ein Mann ohne Fahrkarte auf. Am Bahnhof Ehrenfeld in Köln riefen die Bahn-Mitarbeiter die Bundespolizei dazu. Gegen 8 Uhr morgens trafen die Beamten am Zielort ein. Bei der Überprüfung des 23-Jährigen mittels Fingerabdruck fiel auf: Der Mann wurde bereits polizeilich gesucht. Der Grund: Er hatte sich aus dem Unterbringungsbefehl des Amtsgerichts Heidelberg gestohlen.

Was hatte er getan? Laut Polizeibericht war der Westafrikaner vor einigen Wochen in einem Ankunftszentrum in Baden-Württemberg angekommen. Weil er dort seine eigene Matratze in Brand steckte, kam er auf richterliche Anordnung in die Psychiatrie. Doch auch da wollte er offenbar nicht bleiben und flüchtete am Donnerstag, 1. Dezember. Das Fahren ohne Ticket wurde ihm in Köln allerdings zum Verhängnis. Seit Donnerstag ist der Gambier vom Polizeipräsidium Mannheim zur Festnahme ausgeschrieben. Er gilt als entwichener Strafgefangener. Nun geht es für ihn zurück in die Nervenanstalt. Außerdem muss er sich wegen Erschleichens von Leistungen verantworten.