Gesuchter Sexualstraftäter läuft am Flughafen Köln/Bonn herum

Wanted! Mit Fotos und Plakaten würde man in den USA nach gefährlichen Sexualstraftätern suchen. In Deutschland geht das Ganze etwas bürokratischer zu, wie eine Geschichte aus Köln zeigt.
Handschellen
Eine Polizistin legt Handschellen an. Foto: Bundespolizei
Handschellen
Eine Polizistin legt Handschellen an. Foto: Bundespolizei

Seit dem Jahr 2015 wurde ein Bulgare (40) von mehreren deutschen Polizeibehörden gesucht. Er hatte widerstandsunfähige Personen sexuell missbraucht, heißt es in einem Bericht der Bundespolizei NRW. Bereits im Jahr 2015 war der Mann vom Amtsgericht Bitburg wegen der Delikte zu einer Freiheitsstrafe von zwei Jahren und neun Monaten verurteilt worden.

Der Verurteilte befand sich jedoch aufgrund einer Entscheidung nach §456a StPO (Absehen von Vollstreckung bei Auslieferung, Überstellung oder Auslieferung) im Ausland und durfte nicht in die Bundesrepublik Deutschland zurückkommen.

2016 gab es dann einen weiteren Haftbefehl der Staatsanwaltschaft Trier – erfolglos. Der Mann war nicht auffindbar – bis jetzt! Sechs Jahre später lief er nun Beamten der Bundespolizei, die Ausweiskontrollen bei Reisenden durchführen, am Flughafen Köln/Bonn in die Arme. Dienstagabend wollte der Mann in Richtung Heimat nach Varna (Bulgarien) abheben. Doch aus dem Flug wurde nichts.

Für den unerlaubten Aufenthalt in Deutschland erwartet ihn nun eine Haftstrafe von 338 Tagen, die er bereits in einer JVA absitzt.

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