Festnahme auf Mallorca! Kölner zockte über eine Million Euro Corona-Hilfe ab

Ein Kölner soll über eine Million Euro Corona-Soforthilfe zu Unrecht abgezockt haben. Als die Behörden ihm auf die Schliche kamen, setzte er sich auf Mallorca ab.
Antrag für Corona-Hilfen
Ein Antrag auf Corona-Soforthilfe. Foto: Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa
Antrag für Corona-Hilfen
Ein Antrag auf Corona-Soforthilfe. Foto: Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa

In einem bei der Staatsanwaltschaft Köln anhängigen Verfahrenskomplex wegen des Verdachts des gewerbsmäßigen Subventionsbetruges im Zusammenhang mit „Corona-Hilfen“ sowie weiteren Betrugsdelikten hat die Polizei Köln am Mittwoch (16. November) einen Tatverdächtigen (48) auf der Balearen-Insel Mallorca festgenommen. Der 48-Jährige war mit Europäischem Haftbefehl gesucht worden, nachdem er zu Unrecht mehr als eine Million Euro pandemiebedingter Wirtschaftshilfen erlangt haben soll. Der Beschuldigte ist am Dienstag (29. November) von der Polizei Köln nach Deutschland überführt worden und soll heute einem Haftrichter vorgeführt werden.

Bei einer großangelegten Durchsuchungs- und Festnahmeaktion am 5. April 2022 soll der gebürtige Kölner kurz vor Eintreffen der Einsatzkräfte geflüchtet sein und sich allem Anschein nach auf die Urlaubsinsel abgesetzt haben. Gegen eine 58 Jahre alte Tatverdächtige, die im Rahmen der Maßnahmen verhaftet worden war, hat die Staatsanwaltschaft Köln mittlerweile Anklage wegen Subventionsbetruges und weiteren Straftaten mit einer mutmaßlichen Schadenshöhe von über 600.000 Euro zur Wirtschaftsstrafkammer des Landgerichts Köln erhoben.