Deutzer Kirmes: nur sechs (!) Straftaten – Polizei sorgt für Sicherheit und Ruhe

Nach diversen Ausschreitungen und Ruhestörungen während der Deutzer Kirmes im Frühjahr 2022 soll ein neues Sicherheitskonzept nun für Ordnung während des Herbstrummels an der Deutzer Werft sorgen.
Deutzer Kirmes Riesenrad Köln
Riesen-Andrang auf der Deutzer Kirmes. Foto: Johanna Ristau/Tonight News
Deutzer Kirmes Riesenrad Köln
Riesen-Andrang auf der Deutzer Kirmes. Foto: Johanna Ristau/Tonight News

Lärm, Müll, Verkehrs-Chaos und Parkplatzmangel: Mit diesen und weiteren Belästigungen hatten Anwohner des Kölner Stadtteils Deutz während der Deutzer Kirmes jährlich zweimal zu kämpfen. Nachdem es bei der Frühjahrskirmes an der Deutzer Werft zu gewalttätigen Ausschreitungen gekommen war, rüstet die Kölner Polizei nun auf, um die Sicherheit zu erhöhen.

In einem Statement der Behörde, das Tonight News vorliegt, heißt es:

Vom 28. Oktober bis 6. November 2022 findet das diesjährige Herbstvolksfest am Deutzer Rheinufer/Deutzer Werft statt. Erfahrungsgemäß werden in den zehn Kirmestagen rund 300.000 Besucher erwartet. Im Hinblick auf die Erfahrungen anlässlich der diesjährigen Frühjahrskirmes wird die Polizeiinspektion 5 vor Ort die Sicherheit von Gästen der Deutzer Herbstkirmes mit Kräften des Wachdienstes und des Bezirksdiensts mit Unterstützung der Bereitschaftspolizei sowie Zivilkräften – je nach Entwicklung des Geschehens – in den Fokus nehmen. Je nach Lageentwicklung werden weitere Polizisten aus anderen Bereichen hinzugezogen.

Wie die Beamten weiter mitteilten, habe es in der ersten Woche nur Straftaten im einstelligen Bereich gegeben. Zum Vergleich: Bei der Frühjahrskirmes in Deutz waren in gleichem Zeitraum 80 Straftaten verzeichnet worden. Bei den sechs Delikten aus Woche 1 der Deutzer (Herbst-)Kirmes handelte es sich um Körperverletzung und einen Verkehrsunfall, bei dem ein Fußgänger im Tumult angefahren und leicht verletzt wurde. Durch das neue Sicherheitskonzept scheint das Gewaltpotenzial unter den Kirmesgängern jetzt minimiert worden zu sein. Polizeipressesprecher Carsten Rust: „Wir sprechen hier von einer überaus friedlichen Veranstaltung.“