Bergheim: „Geburtstagsgeschenk“ läuft komplett aus dem Ruder – jetzt hagelt es Anzeigen

Die Waffe gezückt und damit einen Geburtstag gefeiert – das fand die Polizei in Bergheim allerdings gar nicht witzig.
Polizei Verfolgungsjagd
Polizei gegen flüchtenden Fahrer – eine Verfolgungsjagd. Foto: Shutterstock/Christian Horz
Polizei Verfolgungsjagd
Polizei gegen flüchtenden Fahrer – eine Verfolgungsjagd. Foto: Shutterstock/Christian Horz

Mit diesem „Geburtstagsgeschenk“ hat ein 21-Jähriger aber mal niemandem einen Gefallen getan. Er war in der Nacht vom Dienstag auf Mittwoch mit drei Freunden mit einem Auto in Bergheim bei Köln unterwegs, als die Polizei auf das Quartett aufmerksam wurde.

Was fiel den Beamten auf? Aus dem Auto heraus wurde geschossen. Als die Polizei die Verfolgung des schwarzen Wagens aufnahm, dachte der 22 Jahre alte Fahrer offenbar, er könne sich unsichtbar machen. Denn nachdem ihnen die Polizeistreife hinter ihnen auffiel, schaltete der Fahrer die Beleuchtung vorne und hinten am Wagen aus.

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Bergheim: 21-Jähriger gibt spezielle Erklärung für Schüsse ab

Wenig überraschend fiel die Polizei darauf nicht herein. Das bemerkten die jungen Erwachsenen, stellten das Auto ab und flohen zu Fuß. Dabei kamen die drei Männer und eine Frau aber nicht weit: Die Polizei konnte sie stellen und die Personalien aufnehmen.

Im Rahmen der Konfrontation erklärte ein 21-Jähriger, was es seine Meinung nach mit den Schüssen auf sich hatte. Weil ein Freund, der ebenfalls im Auto saß, Geburtstag hatte, wollte es den Ehrentag mit einigen Schüssen in die Luft feiern. Er konnte zwar eine Waffenbesitzkarte vorweisen, allerdings wurde die Waffe dennoch sichergestellt.

Darüber hinaus wurde beim 22 Jahre alten Fahrer ein Alkoholwert von 0,6 Promille festgestellt. Neben den Schüssen zum Geburtstag wurde also offenbar auch darauf angestoßen. Strafrechtliche Konsequenzen dürfte der Vorfall für den Fahrer und den Schützen haben. Gegen die beiden wurde nun ein Ordnungswidrigkeitsverfahren wegen Verstößen gegen das Straßenverkehrsgesetz und darüber hinaus gegen das Waffengesetz eingeleitet.

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