A555 bei Köln: Zoff zwischen Fahrern eskaliert – Messer inklusive

Das Verhalten anderer Verkehrsteilnehmer bringt so manchen auf die Palme. Die Folge: wildes Gestikulieren und Fluchen. Doch dabei blieb es am Samstag nicht. Auf der A555 haben sich zehn bis elf Personen auf dem Seitenstreifen gezofft. Einer zückte sogar ein Messer.
Polizei Blaulicht Symbolbild
Blaulicht. Foto: Jaromir Chalabala/Shutterstock
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Blaulicht. Foto: Jaromir Chalabala/Shutterstock

Bei einer größeren Schlägerei auf der Autobahn 555 zwischen Köln und Bonn sind am Samstagnachmittag (15. Oktober) mehrere Menschen leicht verletzt worden. Die Polizei musste die Autobahn Richtung Bonn (NRW) im Bereich der Anschlussstelle Godorf laut einer Mitteilung zunächst voll sperren, um einen eskalierten Streit zwischen zwei Autofahrern und weiteren Mitfahrern auf dem Seitenstreifen und einer Fahrbahn zu unterbinden. Sieben Personen wurden leicht verletzt, ein 18-Jähriger und ein Taxifahrer wegen internistischer Vorfälle in ein Krankenhaus gebracht, teilte ein Sprecher auf Anfrage am Sonntag mit.

Ersten Ermittlungen zufolge war ein 32-Jähriger mit seinem Auto am Autobahnkreuz Köln-Süd scharf vor einem Taxi auf die 555 eingefädelt. Der offenbar aufgebrachte Taxifahrer (59) lieferte sich daraufhin mit dem 32-Jährigen ein waghalsiges Duell, in dem die Fahrer mit Hupen, Lichthupen und gegenseitigem Ausbremsen sich und andere Verkehrsteilnehmer gefährdeten. Auf Höhe der Anschlussstelle Godorf stoppten beide Fahrzeuge sowie ein weiteres Auto, das der Sohn des Taxifahrers fuhr, auf dem Seitenstreifen.

Die Insassen gingen dann handgreiflich aufeinander los, die Polizei stuft die Auseinandersetzung eigenen Angaben zufolge als Streit zwischen Familien ein. Laut Polizei seien zehn oder elf Personen beteiligt gewesen. Aufgrund der Aussagen, dass ein Beteiligter ein Messer benutzt haben sollte, durchsuchten die Beamten und ein Diensthund die abgestellten Autos und den anliegenden Grünstreifen. In einer der Autos fanden die Polizisten das Messer und stellten es sicher. Nachdem die Einsatzkräfte die Situation unter Kontrolle hatten, wurde ein Fahrstreifen wieder für den Verkehr freigegeben. Es wurden Strafanzeigen wegen Körperverletzung, Nötigung im Straßenverkehr, Beleidung sowie Bedrohung gestellt. Die Streitparteien wurden durch die Polizei von der Autobahn geleitet.

dpa