Pandemie vorbei? Kölner Gastronomen sollen für Außennutzung wieder zahlen

In den ersten zwei Pandemie-Jahren spendierte die Stadt Köln den Gastronomen die Sondernutzungserlaubnisse für den Außenbereich. Jetzt sollen die Wirte wieder zahlen.
Eine Kölner Außengastronomie
Die Außengastronomie in Köln leidet unter der Corona-Pandemie. Foto: Oliver Berg/dpa

Seit Beginn der Corona-Pandemie konnten Gastronomen bei der Stadt Köln Sondernutzungserlaubnisse für Außengastronomie-Flächen beantragen. Sprich: Plätze unter freiem Himmel nutzen, die teils nicht mehr zu ihrem Betrieb gehören, die es ihnen aber aufgrund der Corona-Einschränkungen möglich machten, so viele Gäste wie möglich mit einem geringen Ansteckungsrisiko durch Frischluft zu bewirten. Dieses Angebot war bis Ende 2021 kostenlos – aufgrund der Pandemie. Jetzt können Wirte die Anträge zwar verlängern, sollen in diesem Jahr aber wieder zahlen. Da drängt sich die Frage auf: Ist die Pandemie etwa schon vorbei oder was hat sich jetzt genau verändert?

„Im vergangenen Jahr hatte die Gastro ja eine lange Zeit lang geschlossen und konnte die Flächen gar nicht nutzen. Deswegen mussten sie auch nichts zahlen“, erklärt eine Stadt-Sprecherin Tonight News auf Anfrage. „Auch jetzt bekommen die Gastronomen aber noch Vergünstigungen. Einen Antrag auf Sondernutzungsflächen gibt es schon ab 152,50 Euro“, heißt es weiter. Normalerweise würden die Anträge 400 Euro kosten. Auch in diesem Jahr wolle die Stadt Parkplätze sperren und der Gastronomie zur Verfügung stellen.

Neben einem Antrag in Papierform ist es 2022 erstmals möglich, die Verlängerung per Online-Verfahren zu beantragen. Ein Ausdruck und die Übersendung des Antrags per Post oder E-Mail sind dann nicht mehr notwendig. So macht die Stadt Köln den Gastronomen das Verfahren so einfach wie möglich.

Kölner Gastronomie muss 2022 wieder für Sondernutzungsflächen zahlen

Für alle in 2022 zu nutzenden Flächen sei eine Verlängerung der Sondernutzungserlaubnis zu beantragen. Für jede Fläche könne der Betreibende separat entscheiden, in welchem Zeitraum die jeweilige Fläche kostenpflichtig genutzt wird. Bis eine schriftliche Erlaubnis vorliegt, müssen die Gastronomen bei Kontrollen entweder eine Kopie des Antrags oder bei Online-Anträgen die automatisch versandte Bestätigungs-E-Mail vorzeigen.

Das Ordnungsamt weist darauf hin, dass alle Betreiber ihre Sondernutzungserlaubnisse aufbewahren müssen. Die Nutzung der Flächen ist mit dem Bestätigungsschreiben und in Kombination mit der bisherigen Sondernutzungserlaubnis erlaubt. Kann bei einer Kontrolle keine Antragskopie oder Bestätigungs-E-Mail vorgelegt werden, dürfen die Flächen vorerst nicht genutzt werden und das Mobiliar muss entfernt werden. Die Nutzung öffentlichen Straßenlandes zu Lagerzwecken ist zudem weiterhin nicht gestattet. Die Stadt Köln bittet, private Möglichkeiten dafür zu nutzen.

Sondernutzungsflächen für die Gastro: Antragsformulare für 2022

Winterfeste Aufstellelemente – Corona-Hilfe bis 31. März 2022 verlängert

Angesichts hoher Infektionszahlen und der noch nicht überstandenen Pandemie hat die Stadt Köln entschieden, Gastronomen bis 31. März 2022 weiterhin zu ermöglichen, winterfeste Aufstell-Elemente auf ihrer Außengastronomie-Fläche aufzubauen. So haben Betreiber die Möglichkeit, diesen Bereich auch in der kalten Jahreszeit für ihre Gäste attraktiv zu gestalten. Die Stadt Köln weist darauf hin, dass Wetterschutzvorrichtungen und/oder Heizmöglichkeiten ab dem 1. April 2022 voraussichtlich nicht mehr zum Einsatz kommen dürfen und dann wieder entfernt werden müssen. Das sollten Wirte bei möglichen Investitionen berücksichtigen. Die Aufstellelemente müssen beim Team der Zentralen Anlaufstelle Gastronomie angezeigt werden.

Für Nachfragen sowie Beratung der Gastronomen stehen die Sachbearbeiter des Bereichs „Gaststättenrecht“ sowie das Team der „Zentralen Anlaufstelle Gastronomie“ zur Verfügung.

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