„No Big Mac Tacos“: McDonald’s will Gericht im Kölner Café Buur verbieten

Gerichte mit Hackfleisch landen bald auf dem Schreibtisch der Gerichte in Köln: Das Café Buur im Belgischen Viertel hatte kurzzeitig "No Big Mac Tacos" auf der Karte stehen. Das schmeckte McDonald's gar nicht.

Namens- und Markenrechte landen immer wieder vor den Gerichten, sind in diesem Fall aber wohl eindeutig: Die vom populären Café Buur angebotenen „No Big Mac Tacos“ sind für die Anwälte des Fast-Food-Konzerns McDonald’s ein gefundenes Fressen.

Das Café Buur im Belgischen Viertel ist in Köln (und weit darüber hinaus) längst Kult. Vor allem am Wochenende bilden sich an der Richard-Wagner-Straße immer wieder lange Schlangen. Das Erfolgsrezept liegt in der Küche versteckt – und in den durchaus annehmbaren Preisen, selbst in diesen schwierigen Zeiten. Für die drei „No Big Mac Tacos“ etwa, die jetzt dank eines Rechtstreits als „Verbotene Tacos“ geführt werden, verlangt das Café Buur 14,90 Euro.

 

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Der Name verrät es schon: Die Teigtaschen sind an den McDonald’s-Klassiker schlechthin angelehnt. „Wir haben die bessere Version des Big Mac erschaffen“, ist sich Chef Parham Pooramin jedoch sicher, wie er im „Bild“-Gespräch verriet. „Jeder isst den Big Mac wegen der Sauce, aber Brot und Fleisch sind von minderwertiger Qualität. Das machen wir besser.“

Café Buur in Köln: PR-Stunt mit Erfolg gekrönt

Aussagen dieser Art dürften bei McDonald’s gar nicht gut ankommen. Und so pochen die Anwälte des Fast-Food-Giganten auf eine Unterlassungserklärung. Ihr Vorwurf: Durch die Werbung würden die Produkte von McDonald’s herabgesetzt.

Natürlich sind die Inhaber des Café Buur nicht doof: Das Markenrecht dürfte hier jedem bereits vor dem Fall ein Begriff gewesen sein. Dementsprechend riecht der Fall stark nach einem PR-Stunt – zusätzlich über die „kurze Verfügbarkeit“ der Tacos über Instagram angefeuert. Mit Erfolg: Bereits am ersten Verkaufstag sollen die Tacos restlos ausverkauft gewesen sein.

Ganz unter uns: Die Tacos sehen wirklich extrem lecker aus! Und wenn sie sich wirklich so gut verkaufen, dann dürfte auch der Streit um das Markenrecht finanziell keine allzu großen Lücken in die Kasse des Cafés schlagen.