Neues Medikament: Gelingt Kölner Klinik jetzt der Corona-Durchbruch?

Du hast dich mit Corona infiziert und gehörst zu einer Risiko-Gruppe? Dann solltest du dich vielleicht im Merheimer Krankenhaus vorstellen.
Intensivstation
Vor einem Aufenthalt auf der Intensivstation sollen die Antikörper schützen. Foto: Jan Woitas/dpa-Zentralbild/dpa

Gelingt der Stadt Köln nun der Corona-Durchbruch? Die vierte Welle ist in vollem Gange, die Corona-Zahlen in Köln steigen, knackten am Montag, 22. November 2021, sogar die 300er-Marke. Doch das Gesundheitsamt und die städtischen Kliniken haben jetzt ein Mittel gefunden, das Risikogruppen vor einem schweren Verlauf oder gar vor dem Tod schützen kann. Tonight News hat alle Infos!

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Seit dem 11. November 2021 können Personen, die positiv auf Covid-19 getestet sind (mit offizieller Bestätigung vom Gesundheitsamt) oder Personen, die nachweislichen Erstkontakt mit einer infizierten Person hatten, sich im Krankenhaus Merheim vorstellen. Dort sollen Gefährdete jetzt erstmals ein Medikament erhalten, das vor einem schweren Verlauf schützen soll. Allerdings sollten Infizierte oder Kontaktpersonen von Infizierten schnell handeln, sich bestenfalls innerhalb der ersten sieben Tage mit Symptomen in Merheim vorstellen.

 

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Köln: Klinik in Merheim gibt Medikament gegen Corona

Bei dem Wundermittel handelt es sich um monoklonale Antikörper zur Therapie von Covid-19, teilt die Stadt am Montagmittag mit. Die Behandlung soll zu einer frühen passiven Immunisierung von Betroffenen führen und schwere Krankheitsverläufe oder Krankenhausaufenthalte verhindern. Die Gabe der monoklonalen Antikörper ist für Patienten ab 12 Jahren zugelassen. Doch aufgepasst: Nicht jeder Covid-19-Infizierte darf sich die Antikörper in Merheim abholen. Das neue Spezial-Medikament wird nur an Risikogruppen verabreicht, die die Stadt Köln wie folgt definiert:

  • über 50 Jahre
  • Übergewicht (BMI über 35)
  • Herzerkrankung oder Bluthochdruck
  • Lungenerkrankung (einschließlich Asthma und COPD)
  • Diabetes
  • chronische Nierenerkrankung und Dialysepatienten
  • chronische Lebererkrankungen
  • geschwächtes Immunsystem aufgrund bestimmter Krankheiten oder der Einnahme von Medikamenten

„Die zur Anwendung kommenden Antikörper Casirivimab und Imdevimab zeigen bei sehr guter Verträglichkeit eine sehr gute Wirkung bei der Verhinderung schwerer Verläufe. In einer Studie konnte das Risiko für eine Krankenhauseinweisung um etwa 70 Prozent reduziert werden. Die Gabe der monoklonalen Antikörper wird in Merheim von einem eigens dafür eingerichteten medizinischen Team ambulant als Kurzinfusion verabreicht. Die aufgrund von Risikofaktoren für die Therapie infrage kommenden Patient*innen werden durch das Gesundheitsamt Köln über diese Möglichkeit informiert.

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Die Behandlung wird auch Covid-19-Patient*innen angeboten, die außerhalb von Köln wohnen. Wichtig ist, dass die Behandlung bereits in den ersten sieben Tagen nach Symptombeginn erfolgt“, heißt es mit der Pressemeldung der Stadt Köln.

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