Neue Radwege in Köln erhitzen die Gemüter: Autofahrer fordern Nummernschilder für Radfahrer

Die Mobilitätswende wird auch in Köln zum Mega-Thema. Die Stadt hat auf zwei der größten Hauptverkehrsstraßen neue Fahrradwege installiert – und die erhitzen die Gemüter der Autofahrer.
Der neue Radweg auf der Riehler Straße
Der neue Radweg auf der Riehler Straße. Foto: Stadt Köln
Der neue Radweg auf der Riehler Straße
Der neue Radweg auf der Riehler Straße. Foto: Stadt Köln

Auf der Aachener Straße etwa wurde ein 2,50 Meter breiter Radweg eingerichtet. Dafür fällt zwischen Brabanter Straße und Moltkestraße eine der beiden Autospuren weg! Auch ein Großteil der Parkplätze sind jetzt Geschichte – ein Reizthema für viele ohnehin schon genervte Autofahrer in der City. Doch die Stadt Köln hält fest an der Mobilitätswende und möchte mehr Bürger zum Radfahren bewegen.

Auch auf der Riehler Straße im Agnesviertel wurden im Abschnitt zwischen Ebertplatz und Amsterdamer Straße in beiden Fahrtrichtungen 2,5o Meter breite Radwege installiert. Statt sechs Spuren bleiben Autofahrern jetzt nur noch vier!

Um die Radfahrer zu schützen, hat die Stadt sowohl auf den Radwegen auf der Aachener Straße als auch auf denen auf der Riehler Straße sogenannte „Sichtzeichen“ eingerichtet, die die Kfz-Spur deutlich von der Radspur trennen sollen. Explizit handelt es sich um 30 Zentimeter hohe Kunststoffelemente mit einer guten Tages- und Nachtsichtbarkeit, Hochreflexfolie im Sichtzeichen und Reflektoren in der Fußmatte. Die widerstandsfähigen Sichtzeichen verbessern die Erkennbarkeit der Radverkehrsanlagen und tragen somit zu mehr Sicherheit für Radfahrer bei. Ein Überfahren der Markierung durch Autos soll somit verhindert werden.

 

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Neue Radwege in Köln: Autofahrer stinksauer

Der ganze Aufwand, der zugunsten der Radfahrenden betrieben wird, kommt bei genervten Autofahrern allerdings gar nicht gut an. Denn die haben durch die Neuerungen im Rahmen der „Mobilitätswende“ nur Nachteile. Unter einem Post der Stadt Köln erhitzen sich die Gemüter. Ein genervter User fragt: „Was hat’s gebracht außer Stau?“ Ein anderer meckert: „Fahrradfahrer sollen sich erstmal an die StVO halten, dann kann man über so riesige Radwege reden.“ Ein weiterer merkt an: „Nur sieben Jahre nach der Ankündigung. Genau in dem Tempo weiter machen und das wird was mit der Verkehrswende.“

Radweg Köln-Riehl

Der neue Radweg auf der Riehler Straße ist durch Sichtzeichen markiert. Foto: Stadt Köln

Eine Nutzerin fordert sogar Nummernschilder und Helmpflicht für Radfahrer: „Zu Rechten gehören auch immer Pflichten. Dazu gehört es, das Brechen der Verkehrsregeln von Radfahrern uneingeschränkt zu ahnden, Nummernschilder und eine Helmpflicht. In einem Miteinander kann nicht einer (der Radfahrer) tun und lassen was ihm beliebt und alle anderen sind Schuld.“ Einer ist besonders witzig: „Vielleicht sollten wir auf Helikopter umsteigen, dann würden wir die Straßen gänzlich den Fahrradfahrern überlassen. Wobei bei den Spritpreisen…“

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Manche Follower freuen sich aber auch über die neuen Radwege der Stadt Köln und kommentieren freundlich: „Noch mehr Radwege, so wie in Holland. Bitte weiter so!“ oder „Endlich mehr Platz fürs Rad in der Nordstadt.“

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