Mit 6000 Euro vom Land NRW: So will dieser Kölner die Veedel pimpen

Auch 2022 können 15.000 Künstler einen Antrag auf ein Corona-Stipendium in Höhe von 6000 Euro beim Land NRW stellen, um ihrer Kreativität nachzugehen. Einer davon ist Kölner Markus Schorn.
Markus Schorn zeigt uns sein Werk in Mülheim. Im Zentrum prangt ein Totenkopf.
Markus Schorn zeigt uns sein Werk in Mülheim. Im Zentrum prangt ein Totenkopf. Foto: Ristau/Tonight.de
Markus Schorn zeigt uns sein Werk in Mülheim. Im Zentrum prangt ein Totenkopf.
Markus Schorn zeigt uns sein Werk in Mülheim. Im Zentrum prangt ein Totenkopf. Foto: Ristau/Tonight.de

Der studierte Lehrer (Geschichte, Religion, Deutsch) hat seinen Beruf vor Jahren aufgegeben, ist durch Europa gereist und widmet sich nun dem Handwerk. „Eines Tages habe ich einen Beitel auf der Straße gefunden. Das ist das Ding, mit dem ich schnitze“, erzählt er. „Dann habe ich angefangen, Skulpturen zu bauen. Eine davon steht vor der Uni Köln.“

Wir trafen den Künstler in Köln-Mülheim, als er am Rhein einen Baumstumpf bearbeitete. „Ich möchte Kunst im öffentlichen Raum schaffen, die für jeden zugänglich ist und die mit dem jeweiligen Veedel verwurzelt ist. Das spiegelt der Baum gut wider.“ Mülheim ist nicht der einzige Ort, an dem Kölner Skulpturen dieser Art bestaunen können.

„Holzbrücke“: Kölner gestaltet Baumstümpfe in Mülheim und Co.

Wo sich die anderen befinden, das verrät der 41-Jährige jedoch nicht. „In jedem Bild befinden sich versteckte Hinweise auf die anderen Standorte, aber auch Symbole, die das jeweilige Veedel widerspiegeln sollen“, so Schorn. Interessant: Im Zentrum des Bildes in Mülheim steht ein Totenkopf. Der Bildhauer: „Das soll die Leute mal animieren, das eigene Veedel wahrzunehmen. Es ist eine Gesamtmontage, die Köln-Mülheim widerspiegelt.“

Markus Schorn

Mit Hammer und Beitel am Werk: Bildhauer Markus Schorn. Foto: Ristau/Tonight.de

Markus Schorn arbeitet an allein drei Bildern parallel. Sein Projekt, das er „Holzbrücke“ genannt hat, soll im Oktober 2022 abgeschlossen sein. Für die drei gepimpten Baumstämme hat der Kölner vom Kulturministerium NRW 6000 Euro im Rahmen des Corona-Stipendiums „Auf geht’s“ erhalten.

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