Lindner Hotel in Köln: Sexismus-Vorwurf! „Höhner“-Zitat bringt Nachbarin zur Weißglut

Sexismus-Vorwurf im Lindner Hotel City Plaza! Chef Dirk Metzner erreichte eine garstige Beschwerdemail aus der Nachbarschaft.
Veedelseck Lindner Hotel
Dieses Höhner-Zitat von 1979 brachte eine Nachbarin des Lindner Hotels zur Weißglut. Foto: privat
Veedelseck Lindner Hotel
Dieses Höhner-Zitat von 1979 brachte eine Nachbarin des Lindner Hotels zur Weißglut. Foto: privat

Das Lindner Hotel City Plaza am Friesenplatz bietet nicht nur Reisenden eine Herberge, sondern auch Jecken und kölschen Unternehmern Räumlichkeiten für Konferenzen, Tagungen und Partys. Jeder Raum ist nach einem Kölner Veedel benannt. So kommt es auch, dass die hauseigene Bar mit einem kölschen Zitat beworben wird. Ein Schild an der Fensterfront zur Straße soll Passanten ins „Veedelseck“ locken – mit den Worten „Blootwoosch, Kölsch un e lecker Mädche“.

Bei echten Kölnern macht es sofort Klick. Das Zitat stammt aus dem gleichnamigen Song der Höhner aus dem Jahr 1979. Da geht jedem Jecken doch sofort das Herz auf. Einer zugezogenen Nachbarin platzte genau hier aber der Kragen. Sie schrieb Hotelier Dirk Metzner prompt eine aufgebrachte Wut-Mail. Darin heißt es: „Ich melde mich bei Ihnen, um Sie auf die sexistische Außenwerbung Ihrer Bar ‚Veedelseck‘ aufmerksam zu machen.“

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Dann führte sie ihren Gedanken weiter aus: „Das Zitat des Liedes der Höhner ‚Blootwosch, Kölsch und e lecker Mädche‘ suggeriert, Männer könnten neben Essen und Trinken bei Ihnen auch Mädchen genießen.“ Und ihr brannte noch etwas auf der Seele: „Der Satz vermittelt mir ein Bild einer Bar, die für mich als Frau kein sicherer Ort zu sein scheint – egal ob als Gast oder als potenzielle Arbeitskraft. Da ich gerade erst neu in dieses Viertel gezogen bin, werde ich auch mein Umfeld auf die Außenwerbung aufmerksam machen.“ Zu guter Letzt schlug sie Dirk Metzner vor, seine Werbung noch einmal zu überdenken. Es gebe sicherlich noch genug andere kölsche Zitate, mit denen man Gäste locken könne.

Auf Tonight-News-Anfrage verriet Dirk Metzner uns seine Antwort: „Wir freuen uns immer über Anregungen der Gäste. In diesem Fall gehört das Lied in unseren Augen aber zum kölschen Kulturgut und wir möchten deshalb ungern den Namen ändern. Der Dame habe ich selbstverständlich angeboten, in einem persönlichen Gespräch unsere Beweggründe darzulegen.“