Koks in Deko-Fischen, Ecstasy in Weihnachtskugeln: Schmuggler zeigen sich kreativ

Die Zollbeamten am Flughafen Köln/Bonn staunten nicht schlecht, als sie Marihuana in Tischplatten, Koks als Deko-Fische getarnt und Heroin in Motorradkupplungen entdeckten.
In diesen Buntstiftpackungen für Kinder fanden die Zöllner 2,5 Kilogramm Chrystal Meth Foto: Federico Gambarini/dpa

Crystal Meth in Buntstift-Verpackungen und Ecstasy in Weihnachtsbaumkugeln: Im Kampf gegen den Drogenschmuggel hat der Zoll am Flughafen Köln/Bonn im November umfangreiche Mengen an Rauschgift in kuriosen Tarnungen sichergestellt. Mehr als 600 Kilogramm Drogen mit einem Straßenverkaufswert von knapp 1,6 Millionen Euro in nur einem Monat seien für das Hauptzollamt Köln ein Rekord, sagte Sprecher Jens Ahland am Dienstag.

Drogen-Schmuggler zeigen sich kreativ: Koks in Fischform, Marihuana in Tischplatten

An Kreativität fehlte es den Drogenschmugglern offensichtlich nicht. Neben Rauschgift in Stift-Packungen und Weihnachtskugeln fanden die Zöllner auch noch aus Kokain gepresste Deko-Fische, Marihuana in Tischplatten verbaut und Heroin in Motorradkupplungen.

In diesen Buntstiftpackungen für Kinder fanden Zöllner 2,5 Kilogramm Chrystal Meth. Foto: Federico Gambarini/dpa

Den Angaben zufolge wurden allein im November 2021 mehr als 1100 Ecstasy-Pillen, mehr als 520 Kilogramm der amphetaminhaltigen Droge Khat, rund 50 Kilogramm Marihuana, knapp 17 Kilogramm Haschisch, mehr als 5,5 Kilogramm Kokain, knapp 5,5 Kilogramm Ketamin, rund 2,5 Kilogramm Crystal Meth, knapp 3,5 Kilogramm Amphetamin und rund 200 Gramm Heroin sichergestellt.

In diesem dekorativen Weihnachtsschmuck hatten Schmuggler 1100 Ecstasy-Tabletten versteckt. sichergestellt. Foto: Federico Gambarini/dpa

Neben Paketen aus Afrika gab es auch europäische Absender. Genauere Informationen zu Routen könne man aus ermittlungstaktischen Gründen nicht nennen, sagte der Sprecher.

Hier können sich Betroffene mit Drogen-Problem melden

Die Stadt Köln hat mehrere Stellen zur Suchtberatung eingerichtet. Betroffene können sich hier über die städtischen Angebote informieren und gleich einen Termin machen.

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dpa