Kölner Dom: Corona-Hammer! Auch Ungeimpfte dürfen zur Weihnachtsmesse

Das Erzbistum Köln möchte niemanden ausgrenzen und erlaubt auch Ungeimpften den Zutritt zu Gottesdiensten. In Zeiten einer flächendeckenden 2G-Regelung bei Großveranstaltungen eine Sensation.
Weihnachten in Köln
Foto: Roberto Pfeil/dpa

Weihnachtsfeiern, Besuche im Fußballstadion, ein Treffen im Restaurant und mittlerweile sogar ein vorweihnachtlicher Einkaufsbummel zwecks Geschenke-Beschaffung: Diese und viele weitere Freizeitaktiviäten sind in ganz Deutschland nur noch Geimpften und Genesenen gestattet. „Nicht Immunisierte“ dürfen lediglich noch Supermärkte, Apotheken und Drogerien besuchen. Das Erzbistum Köln macht vor diesen politischen Neuregelungen Halt, grenzt anders als alle anderen niemanden von einem Kirchen-Besuch aus.

Kölner Dom feiert Messe mit Ungeimpften – auch an Weihnachten

Während Konzerte und andere Großveranstaltungen unter strikten 2G-Regeln stattfinden, dürfen die Messen im Kölner Dom von Gläubigen mit beliebigem Impfstatus besucht werden. Bei den Messen außerhalb der „großen Feiertage“ gilt auch keine 3G-Regelung. Heißt: Jeder darf ohne Nachweis zum Gottesdienst kommen. Und trotzdem habe sich kein einziger Gottesdienst als „Superspreader-Event“ entpuppt, wie Thomas Klimmek vom Erzbistum Köln Tonight News auf Nachfrage erklärt: „Uns ist aus den großen Volkskirchen kein Gottesdienst als Spreader-Ereignis bekannt. Vor der ebenfalls sehr angespannten Lage vor Weihnachten im vergangenen Jahr hat die Leopoldina den Volkskirchen eine vorbildliche und wirksame Umsetzung der Hygienekonzepte bestätigt. Dieses Niveau tragen wir weiter durch. Aufgrund der Abstände und Masken ist eine weitere Verschärfung nicht zielführend.“


Bei den Gottesdiensten – etwa im Kölner Dom – halten Gäste ausreichend Abstand. Zudem gilt beim Singen strikte Maskenpflicht! Für die Weihnachtsfeiertage sowie am 6. Januar und an Silvester hat das Erzbistum Köln für alle Messen im Kölner Dom eine 3G-Regel veranlasst. Ungeimpfte müssen dann einen maximal 24 Stunden alten Corona-Test vorzeigen. „Die 3G-Regel haben wir an den großen Feiertagen eingeführt, damit mehr Gäste an den Gottesdiensten teilnehmen können und wir somit die Abstände reduzieren können“, erklärt Markus Frädrich, Pressesprecher des Kölner Doms.

Kölner Dom: Deswegen dürfen auch Ungeimpfte zum Gottesdienst

Die Entscheidung, auch Ungeimpfte und Nicht-Genesene zuzulassen, hat einen simplen Grund: „Das Recht zur Ausübung der Religionsfreiheit, zu der auch der Besuch des Gottesdienstes gehört, ist ein verfassungsmäßig geschütztes Gut“, erklärt Klimmek weiter. Dennoch könnten sich einzelne Kirchen für 2G- oder 3G-Messen entscheiden. Allerdings müssten sie dann ein Alternativangebot für Gläubige schaffen, die nicht geimpft oder genesen sind.

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