Köln: So reagiert der Weihnachtsmarkt am Dom auf die Energiekrise

Die Energiekrise beschäftigt auch die Weihnachtsmärkte. In Köln greift man zu drastischen Maßnahmen, um Energie zu sparen.
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Der Weihnachtsmarkt am Kölner Dom Foto: Shutterstock/picturetom
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Der Weihnachtsmarkt am Kölner Dom Foto: Shutterstock/picturetom

Draußen ist es zwar noch sommerlich warm und auch die Sonne scheint keinerlei Anstalten zu machen, ihren Dienst einzustellen. Doch die Weihnachtsmärkte klopfen in den großen Städten bereits an und sehen sich in diesem Jahr neben der Corona-Pandemie aus den vergangenen Jahren mit einem ganz neuen Problem konfrontiert: den hohen Strom- und Gaspreisen. Denn Energiesparen steht inzwischen an erster Stelle.

Das hat bereits dazu geführt, dass bestimmte Geschäfte inzwischen schon kein Licht mehr einschalten, Türen nicht mehr dauerhaft geöffnet bleiben dürfen, Klimaanlagen oder Heizungen aus bleiben und Leuchtreklamen nach 22 Uhr nicht mehr eingeschaltet sein dürfen. Nun rückt auch die Beleuchtung von Weihnachtsmärkten in wenigen Wochen in den Fokus. Wie viel Licht ist noch erlaubt?

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In Köln wird es wie immer Weihnachtsmärkte geben, doch auch hier kündigen sich bereits Einschränkungen an. So soll die Beleuchtung des Baumes, des Lichterzelts sowie alle weiteren verzichtbaren Lichtquellen über Nacht abgeschaltet werden. Das betrifft konkret den Zeitraum von 22 Uhr bis zur Eröffnung des Weihnachtsmarktes um 10 Uhr. Dies soll den Energieverbrauch bereits halbieren, erklärt Birgit Grothues, Pressesprecherin der Kölner Weihnachtsgesellschaft mbH, dem „Express“.

Doch der Kölner Weihnachtsmarkt steht nicht mit runtergelassenen Hosen da, sondern ist bereits seit 2010 intensiv damit beschäftigt, nachhaltiger zu werden. So ist der gesamte Markt bereits mit LED ausgestattet. Auch Gasöfen kommen laut eigener Aussage seit Jahren nicht mehr zum Einsatz. Wie gut die Weihnachtsmärkte in diesem Jahr am Ende aber laufen werden, wird man erst danach sehen. Denn große Einsparungen müssen alle vornehmen. Denn die Energiekrise betrifft nicht nur die Weihnachtsmärkte, sondern alle Einwohner.

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