Köln: Aktivisten crashen Gottesdienst – zwei Domschweizer haben jetzt Rücken

Klima-Aktivisten wollten ihrem Ärger über die Umweltzerstörung ausgerechnet während der Messe zum Dreikönigstag im Kölner Dom Luft machen und crashten den heiligen Gottesdienst.
Gerüst am Kölner Dom
Das 30 Meter hohe Gerüst am Nordturm des Kölner Doms soll abgenommen werden und so erstmals seit zehn Jahren ungetrübte Sicht auf die Kathedrale ermöglichen. Foto: Rolf Vennenbernd/dpa

Klima-Aktivisten haben mit einer Protestaktion am Donnerstagabend eine Messe im Kölner Dom gestört. Zwölf Männer und Frauen hätten mit Spruchbändern und Lautsprechern auf die Umweltzerstörung aufmerksam machen wollen und sich vor Beginn des von einem Weihbischof geleiteten Gottesdienstes in den Mittelgang der Kirche gelegt, sagte eine Sprecherin der Kölner Polizei am Freitagmorgen auf dpa-Anfrage. Den mehrfachen Aufforderungen der Kirchenmitarbeiter, den Dom zu verlassen, seien sie nicht nachgekommen.

Kölner Dom von Aktivisten gecrasht – Schweizer verletzt

Domschweizer hätten dann versucht, die Störenfriede, die keinen Widerstand leisteten, aus der Kirche zu tragen. Dabei seien zwei von ihnen verletzt worden. Rettungskräfte hätten die beiden Domschweizer am Rücken behandelt, hieß es. Die hinzugerufene Polizei ermittelt wegen Hausfriedensbruch und schrieb Strafanzeigen gegen die zwölf Aktivisten. „Auch ein Verstoß gegen das Versammlungsgesetz muss geprüft werden“, sagte die Polizeisprecherin. Festnahmen gab es laut Polizei nicht. Die Ermittlungen dauerten an. Kölner Zeitungen hatten über den Fall berichtet.

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dpa