Killer-Mutter packt Baby in Kleiderschrank – wenig später ist es tot

Eine Kölnerin hatte im Juli 2021 ihr fünftes Kind zu Hause auf die Welt gebracht und im Kleiderschrank versteckt. Wenig später sollte es sterben. Jetzt fiel das Urteil gegen die 36-jährige Mutter.
Babyklappe tot Köln
Auf dem Kölner Nordfriedhof wurde der kleine Elias beerdigt. Foto: Oliver Berg/dpa
Babyklappe tot Köln
Auf dem Kölner Nordfriedhof wurde der kleine Elias beerdigt. Foto: Oliver Berg/dpa

Im Fall eines toten Säuglings vor einer Babyklappe hat das Landgericht Köln am Freitag die Mutter (36) zu fünfeinhalb Jahren Haft wegen Totschlags verurteilt. Sie hatte sich nach Überzeugung des Gerichts nach der Geburt nicht um das lebensfähige Baby gekümmert, so dass es starb. Die Anklage hatte neun Jahre gefordert. Die Kammer habe berücksichtigt, dass sie nicht vorbestraft sei, ein umfassendes Geständnis abgelegt habe und sich zum Tatzeitpunkt in einer außergewöhnlich schwierigen persönlichen Lage befunden habe, sagte ein Gerichtssprecher.

Kölnerin packt Baby in Kleiderschrank – wenig später ist es tot

Laut Anklage hatte die Frau ihr fünftes Kind im vergangenen Juli ohne Hilfe in ihrer Wohnung zur Welt gebracht. Ihre Schwangerschaft hatte sie demnach der Familie und Bekannten gegenüber verheimlicht und von einer Scheinschwangerschaft gesprochen. Nach der Geburt habe sie den kleinen Jungen in ein Handtuch und eine Plastiktüte gepackt und in einen Kleiderschrank gelegt. „Wie von ihr beabsichtigt“ sei das Baby daraufhin gestorben.

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Am nächsten Morgen soll die Angeklagte zu einem Frauenhaus gefahren sein, an dem es eine Babyklappe gibt. Dort soll die Mutter ihr Kind auf eine Fensterbank gelegt haben, sodass der Alarm der Klappe nicht auslöste. Mitarbeiter der Einrichtung fanden später den toten Jungen.

Die Hauptverhandlung hatte weitgehend unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattgefunden. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

dpa