Sartory-Saal: Corona, Krieg und Karneval – die Highlights der Mädchensitzung der Lyskircher Junge

Gänsehaut im Sartory-Saal! Bei der Mädchensitzung der Lyskircher Junge e.V. kamen alle Themen auf den Tisch: Krieg, Corona und Karneval. Brings, die Höhner und die Räuber sorgten zudem für ausgelassene Stimmung bei den Damen.
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Brings performen ihren Song "Minsche" bei der Mädchensitzung im Sartory-Saal. Foto: Ristau7Tonight.de
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Brings performen ihren Song "Minsche" bei der Mädchensitzung im Sartory-Saal. Foto: Ristau7Tonight.de

Endlich wieder Karneval, endlich wieder fiere wie in der alten Zick! Diese Stimmung war bei der Mädchensitzung der Lyskircher Junge e.V. am Dienstag, 10. Januar 2023 omnipräsent. Auch Brings-Frontmann Peter Brings freute sich, endlich wieder Karneval zu feiern wie vor Corona-Zeiten, stellte nach seinem Auftritt aber fest: „Wir sind ja auch nicht mehr taufrisch, aber wenn man hier in das ein oder andere Gesicht guckt, muss ich sagen: danke, dass ihr mit uns quasi alt geworden seid.“ Autsch!

Weiter wünschte der Sänger in der rot-karierten Hose seinen Fans Gesundheit und nahm noch einmal Bezug auf die vergangenen zwei Pandemie-Jahre: „Angst ist immer ein schlechter Berater. Man darf einfach keine Angst haben. Wir sollten alle etwas mutiger sein.“ Ganz neue Töne aus dem Mund des Kölners. Denn im Sommer 2021 stellte Peter Brings noch klar, dass bei seinen Konzerten strenge 2G-Regeln gelten. Der Musiker damals  zum RND, offenbar selbst von Angst getrieben: „Wenn ich ungeimpfte Besucher nicht will, will ich das nicht.“ Brings weiter: „Es kann ja nicht sein, dass die Mehrheit sich impfen lässt und sich an alles hält. Und wegen ein paar Idioten sollen wir dann nicht mehr unser Grundrecht ausüben können? Da läuft doch was schief.“ Nun tritt die Band auch ohne 2G-Regeln wieder auf.

 

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Auch die Höhner sorgten für Mega-Stimmung bei den Damen – allen voran Neu-Hohn Patrick Lück. Der Sänger ist in die Fußstapfen von Kult-Hohn Henning Krautmacher getreten. Das Höhner-Urgestein war bereits im November 2022 vorzeitig ausgestiegen, nachdem seine Frau eine Krebsdiagnose erhielt.

 

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Und: Büttenredner Martin Schopps sorgte wie immer für großes Gelächter. Eine seiner Anmerkungen zur Kölner Mohrenstraße im Gereonsviertel erntete sogar Standing Ovations: „Die einen sagen, die Straße muss sofort umbenannt werden und die anderen finden, die Politiker sollen sich endlich mal um wichtige Dinge kümmern!“ Fazit: Der Großteil der Damensitzung hat offenbar kein Problem mit der Mohrenstraße. Auch die Prinzengarde, die der Moderator der jecken Sitzung liebevoll „Cremeschnittchen des kölschen Fasteleer“ nannte und das Dreigestirn durften natürlich nicht fehlen. Der Prinz bedeutungsschwanger: „Wir fragen uns natürlich auch: Können wir in diesen Zeiten, die wir momentan erleben, überhaupt feiern?“ Seine Antwort so kurz wie simpel: „Wir können nicht nur, sondern wir MÜSSEN!“

Ganz ausverkauft war der Saal, der rund 1300 Gäste bewirten kann, übrigens nicht. Lyskircher-Junge-Sprecher Rolf B. Pieper zu Tonight News: „Elite ist nicht immer Masse und Kommerz nicht immer Hätz!“