Nach Corona-Absagen: Land NRW sagt Karnevalsvereinen Hilfen zu

Viele Karnevalsveranstaltungen im Jahr 2022 sind bereits abgesagt. Das Land Nordrhein-Westfalen verspricht den Vereinen jedoch Hilfe.
Karnevalsauftakt Köln November 2021
Foto: Rolf Vennenbernd/dpa
Karnevalsauftakt Köln November 2021
Foto: Rolf Vennenbernd/dpa

Das Land Nordrhein-Westfalen hat den Karnevalsvereinen nach der pandemiebedingten Absage von Sitzungen und großen Umzügen Hilfen in Aussicht gestellt. Wie die „Rheinische Post“ berichtet, habe das Land mit den Rheinischen Karnevals-Korporationen Gespräche geführt. Diesen gehören rund 570 Karnevalsvereine an.

Sie befürchten, durch die Absagen auf hohen Kosten etwa für abgeschlossene Mietverträge sitzen zu bleiben. Verbandspräsident Hans Mayer soll bei Gesprächen auf unbürokratische Finanzhilfen gepocht und vor einem Vereinssterben gewarnt haben, nachdem nun bereits die zweite Session in Folge ausfallen müsse.

Der Düsseldorfer Staatskanzleichef Nathanael Liminski habe demnach erklärt, die CDU/FDP-Landesregierung setze sich beim Bund für eine Verbesserung der entsprechenden Bundesprogramme im Sonderfonds Kultur und bei den Überbrückungshilfen ein. Diese werde das Land durch eigene Landesfördermittel flankieren.

Bereits Mitte Dezember war entschieden worden, dass der Großteil des Sitzungskarnevals in NRW auch in der laufenden Saison 2021/22 wegen der Corona-Pandemie ausfällt. Auch der Rosenmontagszug in Köln, der Hunderttausende Zuschauer anzieht, wird nächstes Jahr voraussichtlich wegen Corona nicht stattfinden. Das Festkomitee Kölner Karneval prüft Alternativen zum klassischen Zug Ende Februar. Die Düsseldorfer Karnevalisten haben ihren Rosenmontagszug auf den 29. Mai verschoben.

dpa