Kurz vor Karneval: Karl Lauterbach spricht ernstes Wörtchen mit Festkomitee-Chef

Kurz vor den tollen Tagen, an denen ausgelassen gefeiert wird, spricht Karl Lauterbach nochmal ein ernstes Wörtchen mit Festkomitee-Chef Christoph Kuckelkorn.
Lauterbach 22. Dezember 2021
Karl Lauterbach am 22. Dezember 2021. Foto: AP Photo/Michael Sohn
Lauterbach 22. Dezember 2021
Karl Lauterbach am 22. Dezember 2021. Foto: AP Photo/Michael Sohn

Kurz vor den tollen Tagen haben sich Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach und Kölns oberster Karnevalist Christoph Kuckelkorn nochmal eindringlich unterhalten. Nach dem 11.11. im vergangenen Jahr hatte es Ärger gegeben, weil Lauterbach dem Karneval mitunter die Schuld an den hohen Corona-Zahlen in Köln gegeben hatte. Nun sollen die beiden sich digital noch einmal eingehend ausgetauscht haben. Denn für den Gesundheitsökonomen und Maßnahmen-Liebhaber kommt der Fastelovend viel zu früh.

Lauterbach wurde in der Mitteilung mit den Worten zitiert: „Der Karneval liegt mir als Rheinländer besonders am Herzen.“ Er habe sich sehr über den Austausch und „die vielen Gemeinsamkeiten“ gefreut, die man miteinander habe. Lauterbach sagte auch, er freue sich auf ausgelassenes und unbeschwertes Feiern. Allerdings mit dem Zusatz: „sobald wir die Pandemie langfristig im Griff haben“. Doch wann soll das sein?

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Kuckelkorn, Präsident des Festkomitees Kölner Karneval, erklärte, alle Beteiligten seien sich einig darin gewesen, dass der Karneval mehr sei als Partys und bunte Kostüme. „In Pandemiezeiten geht das aber eben nicht immer so, wie wir uns das wünschen würden. Deswegen müssen aufgrund klarer Vorgaben durch die Politik immer wieder neue Wege gefunden werden, um den Menschen auch in schwierigen Zeiten ein wenig Fastelovendsjeföhl zu geben.“

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Der Zwist war im Dezember ausgebrochen. Lauterbach – geboren in Düren bei Köln – hatte damals erklärt, ihm wäre ein Sommer-Karneval lieber, der „dann unter sicheren Bedingungen“ stattfinden könne. Auf derartige Verschiebe-Vorschläge reagiert man in Köln allerdings allergisch. Kuckelkorn hatte daher in einem Offenen Brief erwidert: „Es ist schade, wie wenig Sie als Rheinländer über den Karneval wissen. Sonst würden Sie sich nicht öffentlich eine Verlegung der Karnevalsaktivitäten in den Sommer wünschen.“

In Köln wird in den kommenden Tagen tatsächlich Karneval gefeiert, allerdings unter besonderen Regeln. Wer feiern will, muss die 2G-plus-Regel erfüllen. Der Rosenmontagszug soll im kleineren Format vor 8800 Zuschauern durch das Kölner Stadion ziehen.

dpa