Kölner Karneval: Corona-Hammer! Kneipen nur für Geboosterte geöffnet

Das Ausschließen von Ungeimpften war gestern. Jetzt dürfen selbst Geimpfte nicht mehr in Kneipen feiern – obwohl dort 2G-plus gilt. Tonight News hat alle Infos zur neuen "Allgemeinverfügung" der Stadt Köln für die tollen Tage zusammengefasst.
Karnevalsauftakt Köln 11.11.
Jecken feiern den Auftakt der Karnevalssession am 11.11.2021 auf dem Heumarkt in Köln. Foto: Rolf Vennenbernd/dpa
Karnevalsauftakt Köln 11.11.
Jecken feiern den Auftakt der Karnevalssession am 11.11.2021 auf dem Heumarkt in Köln. Foto: Rolf Vennenbernd/dpa

An Karneval wird die gesamte Stadt Köln zur „Brauchtumszone“. Heißt: Jeder, der feiern will, muss geimpft oder genesen sein und einen negativen Test nachweisen. Die Regel gilt im Straßenkarneval, wobei Personen mit Booster-Impfung und ihnen Gleichgestellte (hier nachlesen, wer in NRW als geboostert gilt), unter freiem Himmel keinen Test benötigen. Anders sieht das im Kneipenkarneval aus. Denn hier gilt die verschärfte 2G-plus-Regel, bei der auch Geboosterte (und Gleichgestellte) einen Test nachweisen müssen.

Doch vier Tage vor Weiberfastnacht kommt die Stadt Köln mit einer noch krasseren Verschärfung um die Ecke: Jetzt dürfen nur noch Geboosterte und Gleichgestellte überhaupt in Kneipen herein gelassen werden. Heißt im Umkehrschluss: Doppelt Geimpfte und einfach Geimpfte mit anschließender Infektion, die länger als 90 Tage zurückliegt, dürfen auch mit Test nicht mitfeiern – obwohl sie einen 2G-Status haben.

>> Kölner Karneval: Diese jecken Veranstaltungen finden statt, diese fallen aus <<

Kölner Karneval: Kneipen sind nur für Geboosterte und Gleichgestellte geöffnet

Um das durchzusetzen, hat die Stadt eine neue „Allgemeinverfügung“ für die tollen Tage veranlasst, die die Regelung rechtfertigen soll. Darin heißt es:

„Es wird nach derzeitigem Kenntnisstand davon ausgegangen, dass die Omikron Variante
ausgeprägte immunevasive Eigenschaften besitzt. Diese wirken sich in einer Herabsetzung
der Impfeffektivität sowie Reduktion bzw. Verlust der Wirksamkeit bestimmter monoklonaler
Antikörper aus. Es deutet sich an, dass der Impfschutz gegen schwere Erkrankung bei
Immungesunden nach jetzigem Kenntnisstand erheblich weniger beeinträchtigt ist als der
Schutz vor Infektion oder Transmission (vgl. RKI Wochenbericht vom 13.01.2022). Jedoch
kann auch eine Vielzahl von insgesamt als „mild“ oder „moderat“ eingestuften Fällen
summarisch zu einer Überlastung beispielsweise der Laborkapazitäten oder des öffentlichen
Gesundheitsdienstes führen.“

Weiter wirbt die Stadt nun dafür, dass sich noch möglichst viele Menschen vor Karneval boostern lassen. Für jene wäre dann auch das Feiern in Kneipen möglich. Die Drittimpfung gibt es mit und ohne Termin etwa am 23. Februar am Pariser Platz im Bürgerzentrum in Köln-Chorweiler als auch im Bezirksrathaus in Köln-Mülheim am Freitag, den 25. Februar. Anders als bei der Zweitimpfung müssen keine zwei Wochen abgewartet werden, bis die Gültigkeit in Kraft tritt.