Köln: Karnevals-Zoff endet für zwei Männer auf Gleis – Lebensgefahr

Das Karnevals-Wochenende der Bundespolizei am Kölner Hauptbahnhof hatte es in sich. Die Beamten hatten drei gefährliche Körperverletzungen aufzuklären – zwei davon endeten im Gleisbett.
Bundespolizei Köln Hbf
Drei Bundespolizisten stürmen die Treppe hoch. Bild: Bundespolizei
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Drei Bundespolizisten stürmen die Treppe hoch. Bild: Bundespolizei

In der Nacht von Samstag auf Sonntag wurde ein 20-jähriger Mann gegen 0.30 Uhr auf der Dienststelle der Bundespolizei im Kölner Hauptbahnhof vorstellig und gab an, von einem Unbekannten am Gleis 11 mit einem Teleskopschlagstock geschlagen worden zu sein. Was die Hintergründe der Tat waren, ist bislang noch unklar. Die Bundespolizei vernahm hierzu Zeugen und wertet derzeit noch Videomaterial aus.

In derselben Nacht um03.40 Uhr zeigte ein 49-jähriger Mann in Siegburg auf dem Bundespolizeirevier an, dass er zuvor am Kölner Hauptbahnhof nach einer verbalen Auseinandersetzung am Gleis 10 ins Gleis gestoßen worden sei. Er und sein Kontrahent hätten sich zuvor über Kleingeld und die Herausgabe von Zigaretten gestritten, ehe der bislang unbekannte Täter ihm einen Faustschlag in das Gesicht versetzte und er dadurch in das Gleisbett fiel. Ein couragierter Reisender half ihm, aus diesem wieder herauszusteigen. Anschließend fuhren alle Beteiligten mit der Regionalbahn Richtung Siegburg, wo sie sich jedoch aus den Augen verloren. Die Beamten veranlassten eine Fahndung nach dem unbekannten Schläger und forderten eine Videoauswertung des Bahnsteigs sowie des Zuges an. Die Bundespolizei leitete auch hier ein Strafverfahren wegen gefährlicher Körperverletzung ein.

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Am Sonntagmorgen gegen 06.15 Uhr kam es zu einer körperlichen Auseinandersetzung auf Gleis 9 des Kölner Hauptbahnhofes zwischen mehreren Beteiligten. Laut Zeugenaussage sei ein 33-jähriger Nörvenicher im Vorbeigehen durch einen 24-jährigen Essener mittels Faustschlag ins Gesicht getroffen und anschließend in den Gleisbereich gestoßen worden sein. Der Mann aus Nörvenich konnte selbstständig den Gleisbereich verlassen. Zusammen mit seinem 24-jährigen Bruder schlug er auf den Angreifer und seinen 25-jährigen Begleiter ein. Eine später durchgeführte Videoauswertung brachte zu Tage, dass bereits zuvor eine körperliche Auseinandersetzung zwischen den Beteiligten stattfand. Auf der Dienststelle durchgeführte Atemalkoholtests zeigten bei allen Beteiligten auf, dass sie alkoholisiert waren. Die Bundespolizei leitete Strafverfahren wegen gefährlicher Körperverletzung ein. Die Beteiligten konnten die Dienststelle im Anschluss wieder verlassen.