Karneval: Private Sicherheitsfirmen sollen künftig in Köln für Ordnung sorgen

Für die Sicherheit im Kölner Karneval soll künftig ein privater Dienstleister verantwortlich sein. Ein entsprechender Beschluss wurde nun verabschiedet.
Karnevalsauftakt Köln Ordner
Der Ordnungsdienst im Kölner Karneval. Foto: Rolf Vennenbernd/dpa
Karnevalsauftakt Köln Ordner
Der Ordnungsdienst im Kölner Karneval. Foto: Rolf Vennenbernd/dpa

Im Kölner Karneval soll die Sicherheit künftig von privaten Unternehmen gewährleistet werden. Das wurde nun beschlossen, eine Ausschreibung ist auch schon auf dem Weg. Die Stadt konnte nicht mehr sicherstellen, die nötige Manpower vor Ort zu haben.

Der Stadtrat hatte darüber getagt, wie die Zukunft der Sicherheitspolitik rund um den Kölner Karneval aussehen soll. Wie der „Express“ berichtet, ist die Entscheidung nun gefallen, die Sache künftig in die Hände privater Sicherheitsfirmen zu geben.

Den Unterschied zu früher sollen die Karnevalisten dann bereits im November 2022 zu spüren bekommen: Denn schon für den 11.11. sowie den Straßenkarneval im Februar 2023 wurde eine entsprechende Ausschreibung formuliert.

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Kölner Karneval: Hier sorgen bald private Sicherheitsfirmen für Ordnung

Neben dem Preis seien weitere wichtige Aspekte dem Bericht zufolge auch die Erfahrung – in den vergangenen Jahren soll das Unternehmen möglichst Sicherheitskonzepte für Veranstaltungen ähnlicher Größenordnung durchgeführt haben. Teil des Konzeptes solle dabei auch sein, dass von dem Unternehmen eine Fläche in der Stadt organisiert wird, die notfalls zur Entlastung des Personenaufkommens genutzt werden kann. Das Sicherheitskonzept betrifft für den 11.11. die Altstadt, die Südstadt und das Kwartier Latäng, im Frühjahr dann auch den Straßenkarneval.

Das Unternehmen muss darüber hinaus garantieren können, dass die speziellen Bestimmungen für den Kölner Karneval – etwa das Glasverbot – umgesetzt werden. Die Stadt könne dafür das nötige Personal nicht mehr bereitstellen.

Das Auftragsvolumen für diese „Unterstützung“ soll sich auf bis zu sechs Millionen Euro belaufen. Im Rahmen des Bewerbungsprozesses müssen die Bewerber dann auch offenlegen, wie hoch die potentiellen Personalkosten vorab geschätzt werden.

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