Karneval erlaubt, Fußball verboten? 1. FC Köln stellt erneut Eilantrag für mehr Zuschauer

Nachdem die Stadt Köln verkündet hat, dass die Jecken an den tollen Tagen überall in Köln unter 2G-plus-Regeln feiern dürfen, ist der 1. FC Köln irritiert und stellt einen Eilantrag auf die Zulassung von mehr Zuschauern.
Köln Stadion Zuschauer Fans Bundesliga
Fans im Stadion des 1. FC Köln. Foto: Marius Becker/dpa
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Fans im Stadion des 1. FC Köln. Foto: Marius Becker/dpa

Nach der Erlaubnis der Stadt Köln für Karnevalsfeiern unter Auflagen hat Fußball-Bundesligist 1. FC Köln angekündigt, beim Oberverwaltungsgericht Münster erneut einen Antrag auf ein Eilverfahren für mehr Zuschauer im Stadion zu stellen. Das gab der Verein am Freitag bekannt. Nach Angabe des OVG lag am Mittag allerdings noch nichts vor. „Die Rechtsanwälte hatten telefonisch angekündigt, den Antrag Freitag nach Dienstschluss übersenden zu wollen“, sagte Sprecherin Gudrun Dahme der dpa.

Die Kölner hatten in der Vorwoche wie Borussia Dortmund und Arminia Bielefeld einen Antrag gegen die da noch gültige Regel von 750 Zuschauern gestellt, nach der Erhöhung des Landes auf 10.000 zugelassene Besucher hatten die Clubs die Einsprüche aber zurückgezogen. Am Mittwoch erklärte die Stadt Köln, an Karneval eine sogenannte „Brauchtumszone“ auszuweisen, in denen geimpfte Narren mit einem zusätzlichen Test oder einer Booster-Impfung feiern dürfen.

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Kölner Karneval erlaubt, Fußball-Stadion verboten

Dies begrüße der Verein ausdrücklich, hieß es in einer Stellungnahme des Kölner Vorstands. „Vor diesem Hintergrund plädieren wir ebenfalls für die Chance, das RheinEnergieStadion mit mindestens 50 Prozent Zuschauerinnen und Zuschauern auszulasten.“ Demnach dürften beim nächsten Spiel gegen Eintracht Frankfurt am 19. Februar 25.000 Besucher in die Kölner Arena.

„Wir sind zuversichtlich, dass wir mit unserer Argumentation auch juristisch überzeugen werden“, erklärte der Kölner Vorstand: „Zugleich werden wir über die juristische Prüfung hinaus den Dialog mit der Politik über faire und verantwortungsvolle Öffnungsperspektiven fortsetzen.“

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dpa