Gegen die Impfpflicht und 2G: Mehrere Demos in Köln und im Rhein-Erft-Kreis

Am Montag gingen in ganz Deutschland rund 70.000 Menschen auf die Straßen, um ihre Meinungen zu bekunden. Darunter hat es Demos für und gegen die Corona-Maßnahmen gegeben.
Köln Corona-Demo
Ein Mann hält bei einer Corona-Demo am 10. Januar in Köln ein Schild mit "Keine Impfpflicht" hoch. Foto: Federico Gambarini/dpa
Köln Corona-Demo
Ein Mann hält bei einer Corona-Demo am 10. Januar in Köln ein Schild mit "Keine Impfpflicht" hoch. Foto: Federico Gambarini/dpa

Tausende Kölnerinnen und Kölner gingen am Montagabend auf die Straße um gegen die drohende Impfpflicht und die flächendeckende 2G-Regel im Freizeitbereich (Ausgrenzung von Ungeimpften) zu demonstrieren. Dabei hielten sie Schilder hoch mit Aufschriften wie „Mein Körper gehört nicht dem Staat“ oder „Größter gemeinsamer Nenner: Mensch“. Der Spaziergang, der um 18 Uhr am Neumarkt losging, wurde von einer Gegendemo begleitet, die mit „Köln ist solidarisch“-Schildern Paroli bieten wollte. Laut Polizei verliefen die Demos friedlich und ohne nennenswerte Zwischenfälle.

Auch im benachbarten Rhein-Erft-Kreis kam es zu mehreren Spaziergängen von Impfgegnern. Ab 18 Uhr versammelten sich Demonstranten in Bergheim, Erftstadt-Lechenich, Kerpen, Wesseling, Elsdorf, Erftstadt, Kerpen-Sindorf, Hürth, Frechen, Bedburg-Kaster und Pulheim. Auch hier kam es zu keinen nennenswerten Störungen. Und: Auch hier gab es Gegendemonstrationen, bei denen Teilnehmer plakativ Schilder mit der Aufschrift „Impfen ist gut“ hochhielten. Das meldet die Polizei Rhein-Erft.

Demonstrationen im Rhein-Erft-Kreis bei Köln teils nicht angemeldet

Die Verantwortlichen der sieben Demos im Rhein-Erft-Kreis hatten die Spaziergänge alle ordnungsgemäß bei der Polizei angezeigt. In Hürth, Frechen, Bedburg-Kaster und Pulheim fanden die Versammlungen hingegen nicht angezeigt statt. Sie wurden von der Polizei begleitet. Die Beamten leiteten Ermittlungsverfahren wegen des „Verdachts von Verstößen gegen das Versammlungsgesetz ein“.

In den einzelnen Bundesländern gelten sehr unterschiedliche Regeln dazu, unter welchen Pandemie-Bedingungen – zum Beispiel mit Blick auf Teilnehmerzahlen – nicht angemeldete Versammlungen oder sogenannte „Spaziergänge“ geduldet werden. In Magdeburg verlas die Polizei etwa per Lautsprecher die gültige Allgemeinverfügung, nach der nicht angemeldete Proteste nur noch „ortsgebunden“ stattfinden dürfen – Protestzüge durch die Stadt sind untersagt.

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