Gastro-Wandel in Köln: Am Heumarkt heißt es bald „O’zapft is“

Erst das "La Tagliatella", dann das "Maredo": In Köln weicht ein Traditions-Restaurant nach dem anderen einem bayrischen Brauhaus.
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„Grüß Gott“ statt „Tach Jung“! Zwei am Heumarkt seit Jahrzehnten ansässigen Restaurants weichen schon bald bayrischen Gastro-Haien! Das „Maredo“ am Heumarkt schloss bereits im ersten Coronajahr 2020 seine Türen. Es hatte die Lockdowns nicht überstanden. Damals sei „kaum noch Liquidität vorhanden“ gewesen. Seitdem steht der Laden an der Ecke Altermarkt leer. Doch jetzt ist klar, wer auf die Steakhaus-Kette folgen wird. Und dieser Nachfolger ist ein echter Gastro-Hammer!

Das Brauhaus „Augustiner Bräu“ aus München eröffnet dort eine Filiale. O’zapft is mitten in der Kölner Altstadt! Aber: Hier sollen nicht nur Hax’n und Maß auf den Tisch kommen. Der Bier-Riese plant einen Mix aus rheinländischer und bayrischer Küche. Gäste können sich im Augustiner Bräu also auch einen gepflegten Teller „Himmel un Ääd“ bestellen. „Wir haben noch im alten Jahr die Verträge unterschrieben“, bestätigt Brauerei-Boss Dr. Martin Leibhard im „Express„. Doch bis die Müncher Kult-Gaststätte am Heumarkt ihre Tore öffnet, dauert es laut Leibhard noch: „Zunächst wird jetzt die Entkernung vorgenommen, dann werden wir hineingehen, renovieren und alles einrichten.“

„Maredo“ und „La Tagliatella“ dicht: Bayern-Gastro erobert Kölner Heumarkt

Und das „Maredo“ ist nicht das einzige Restaurant, das in der Pandemie „gestorben“ ist. Auch der Traditions-Italiener „La Tagliatella“ ging an den Corona-Maßnahmen zugrunde. Auf ihrer Website veröffentlichen die Betreiber eint trauriges Statement:

„Liebe Kunden, wir haben eine traurige Nachricht. Alle unsere La Tagliatella – Restaurants in Deutschland werden schließen.

Danke für diese wundervollen Jahre die wir zusammen verbracht haben. Wir alle haben endlose Gespräche geführt, die erst aufgehört haben als das Essen am Tisch ankam. Es war uns eine Freude, diese Momente mit allen teilen zu können. Vielen Dank, dass Sie uns in diese Jahre begleitet haben.

Wir werden euch vermissen.“

Auch das Restaurant am Heumarkt 52 wird von einem bayrischen Unternehmer beerbt, wie „Tonight News“ aus Gastro-Kreisen erfuhr. Dort eröffnet am Donnerstag, 20. Januar 2022, die „Starnberger Alm“. Das teilte die Apeiron Restaurant & Retailmanagement GmbH mit. Dabei wurde das ehemalige „La Tagliatella“ komplett umgebaut und Alm-gerecht designed. Die alte Bar, Pizzastation und der Kronleuchter sind zwei neuen Bars, Sitznischen, bayerischen Holzvertäfelungen und einem dekorativen Kamin gewichen. Statt Pizza und Pasta, gebe es nun Schweinshaxe, Käsespätzle und Kaiserschmarn.

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Das Interieur in der „Starnberger Alm“. Foto: Apeiron AG

„Uns war es wichtig, dass wir dieses Restaurant authentisch gestalten und auch bei unserer Speisekarte nur auf original bayerische Speisen und Bier zurückgreifen“, sagt Tyler Hahne, CEO der Starnberger Alm. Die Alm schenke bewusst kein Kölsch aus, weil dies das Konzept „verfälschen“ würde. Zudem wolle man mit den alt eingesessenen kölschen Brauhäusern nicht in Konkurrenz treten oder sie gar vom Markt verdrängen.

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