Corona-Regeln in Köln: Das gilt seit dem 4. Dezember

Mit der neuen Corona-Schutzverordnung gelten seit dem 4. Dezember neue Regeln in Köln. Das muss man in Köln wissen.
Köln Hohestraße
Foto: Shutterstock/Aliaksandr Antanovich

Seit Samstag, dem 4. Dezember, ist die neue Corona-Schutzverordnung in Kraft getreten. Als Hauptindikator für das Infektionsgeschehen wird die Sieben-Tage-Hospitalisierungsinzidenz herangezogen. Diese errechnet sich aus den Fällen der Coronapatienten im Krankenhaus pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen.

Doch das sind nicht die einzigen Kriterien. Weitere Indikatoren sind daher auch weiterhin die Inzidenz der vergangenen sieben Tage, wie hoch die Auslastung der Intensivbetten in den Krankenhäusern ist, wie viele Personen geimpft sind, wie hoch die Zahl der Todesfälle ist und welche Altersstruktur die Infizierten aufweisen, wie hoch der R-Wert ist und abschließend, wie groß der Anteil der intensivpflichtigen Covid-Erkrankten an der Gesamt-Intensiv-Kapazität ist. Zudem dürfen die Schnelltests bei der Vorlage nicht älter als 24 Stunden sein. PCR-Tests dürfen nicht älter als 48 Stunden sein.

Seit dem 4. Dezember gelten folgende Regeln: 

Kontaktbeschränkungen für ungeimpfte Personen:

  • Ungeimpfte Personen dürfen sich bei privaten Zusammenkünften im öffentlichen und privaten Raum nur noch mit Angehörigen des eigenen Haushalts sowie höchstens zwei Personen eines weiteren Haushaltes treffen. Kinder unter 14 Jahren sind hiervon ausgenommen.
  • Ehegatten, Lebenspartner und Partner einer nichtehelichen Lebensgemeinschaft gelten als ein Haushalt, auch wenn sie keinen gemeinsamen Wohnsitz haben.
  • Für private Zusammenkünfte, an denen ausschließlich Geimpfte oder Genesene teilnehmen, gilt die vorgenannte Kontaktbeschränkung nicht.

Private Treffen in Hotspots:

  • Ist die Sieben-Tage-Inzidenz der Neuinfektionen über 350, müssen alle Kontakte reduziert werden. Dann gilt bei privaten Feiern und Zusammenkünften von Geimpften und Genesenen eine Teilnehmergrenze von 50 Personen in Innenräumen und 200 Personen im Außenbereich.

Hier gilt die 3G-Regel (geimpft, genesen oder negativ getestet):

  • Veranstaltungen der schulischen, hochschulischen, beruflichen oder berufsbezogenen Bildung sowie der frühkindlichen Bildung in der Kindertagesbetreuung
  • Messen, soweit diese ausschließlich für gewerbliche Wiederverkäufer, gewerbliche Verbraucher oder Großabnehmer zugänglich sind, Kongresse und Sitzungen kommunaler Gremien
  • Nicht-touristische Übernachtungen; nicht immunisierte Personen müssen bei der Anreise und erneut nach jeweils weiteren zwei Tagen ein Test vorlegen
  • Beerdigungen, standesamtliche Trauungen
  • Versammlungen in Innenräumen
  • ÖPNV, also in Bussen und Bahnen (Infektionsschutzgesetz)
  • Friseurbesuche
  • Am Arbeitsplatz (Infektionsschutzgesetz)

Hier gilt die 2G-Regel (geimpft oder genesen):

  • Der Einzelhandel. Ausgenommen davon sind der Lebensmittelhandel einschließlich der Direktvermarktung, Getränkemärkte, Reformhäuser, Babyfachmärkte, Apotheken, Sanitätshäuser, Drogerien, Optiker, Hörakustiker, Tankstellen, Stellen des Zeitungsverkaufs, Buchhandlungen, Blumenfachgeschäfte, Tierbedarfsmärkte, Futtermittelmärkte, Gartenmärkte und der Großhandel.
  • Veranstaltungen und Einrichtungen im Kultur-, Sport- und Freizeitbereich
  • Messen und Kongresse, die nicht unter die bei der 3G-Regel genannten Ausnahmen fallen
  • Museen, Bibliotheken (außer die kontaktlose Rückgabe und Ausleihe von Büchern), Ausstellungen, Konzerte, Theater, Kinos
  • Touristische Übernachtungen und touristische Busreisen
  • Tierparks, zoologische Gärten, Freizeitparks, Schwimmbäder und Wellnesseinrichtungen
  • Körpernaher Dienstleistungen (mit Ausnahme von medizinischen oder pflegerischen Dienstleistungen oder Friseurbesuchen)
  • Gastronomie (erlaubt ist das bloße Abholen von Speisen und Getränken)
  • Gemeinsame Sportausübung (Wettkampf und Training)
  • Weihnachtsmärkte und Volksfeste

>> Hintergrund: Schärfere Corona-Vorgaben: Das sind die neuen Regeln <<

Hier gilt die 2G-plus-Regel (geimpft + getestet oder genesen + getestet):

  • Tanzveranstaltungen einschließlich private Feiern
  • Karnevalsfeiern und vergleichbare Brauchtumsveranstaltungen
  • Sexuelle Dienstleistungen (Bordelle, Swingerclubs und ähnliche Einrichtungen)

Ausnahmen für 2G und 2G-plus:

  • Kinder und Jugendliche bis zum Alter von einschließlich 15 Jahren
  • Personen, die ein ärztliches Attest vorlegen können, das nicht älter als sechs Wochen ist, welches beglaubigt, dass sie aus gesundheitlichen Gründen nicht gegen Covid-19 geimpft werden können; diese Personen müssen einen negativen Test vorlegen.

Tests von Kindern und Jugendlichen:

  • Bei Schülerinnen und Schülern ab 16 Jahren wird der Testnachweis durch eine Bescheinigung der Schule ersetzt. Kinder und Jugendliche unter 16 Jahren gelten aufgrund ihres Alters als Schülerinnen und Schüler und benötigen weder einen Testnachweis noch eine Schulbescheinigung.
  • Kinder bis zum Schuleintritt benötigen keinen Test. Sie werden wie Getestete behandelt.

So viele Zuschauer sind bei Großveranstaltungen zugelassen:

  • höchstens 5000 Zuschauer in Innenräumen.
  • höchstens 15.000 Zuschauer im Freien.
  • Stehplätze dürfen nicht besetzt werden.
  • Wird diese Deckelung nicht überschritten, dürfen auch bis zu 50 Prozent der Gesamtkapazität genutzt werden.
  • Auch hier haben nur Geimpfte und Genesene Zugang, die zudem medizinische Masken tragen müssen.

Hier gilt die Maskenpflicht:

  • Sie gilt unabhängig davon, ob eine Person geimpft, getestet oder genesen ist.
  • Eine medizinische Maske (mindestens OP-Maske) muss unter anderem grundsätzlich weiterhin getragen werden: im öffentlichen Personennahverkehr- und fernverkehr, im Handel, in Innenräumen mit Publikumsverkehr.

Eine Sonderregelung verbietet zudem den Betrieb von Clubs, Diskotheken und vergleichbaren Einrichtungen.

Das sind die Strafen:

  • Ordnungswidrigkeiten könnten gemäß Infektionsschutzgesetz mit einer Geldbuße bis zu 25.000 Euro geahndet werden, heißt es in der Schutzverordnung.
  • Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU) mahnte eindringlich, die Regeln einzuhalten. „Wer dagegen verstößt, der begeht kein Kavaliersdelikt, sondern der spielt nicht nur mit seiner, sondern auch mit der Gesundheit anderer und der zockt mit der Überlastung der Intensivstationen.“
  • Wo keine Einlasskontrollen möglich seien, sollen regelmäßige Stichproben erfolgen.

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