Corona in Köln: Zwei PCR-Tests pro Woche für Kita-Kinder

Die Stadt Köln versucht, die Pandemie auch durch Corona-Kontrollen in Kitas einzudämmen und setzt dort PCR-Testungen fort.
Lollitest
Foto: Roland Weihrauch/dpa

Um die Corona-Zahlen effektiv zu reduzieren, sollen Kita-Kinder in Köln noch mindestens bis zum Jahresende zweimal die Woche einen PCR-Test durchführen. Das hat die Stadt Köln am Freitag, 3. Dezember 2021, mitgeteilt. Seit März 2021 werden die Tests in nordrhein-westfälischen Kitas angeboten. In Kölner Kitas wurden die sogenannten „Lolli-Tests“ am 12. April 2021 eingeführt.

Köln: Zwei PCR-Tests pro Woche für Kita-Kinder

Dabei handelt es sich um sogenannte Lolli-Tests, bei denen die Kinder sowie auch die Angestellten rund 30 Sekunden an einem Tupfer lutschen. Danach stecken alle ihren Tupfer in dasselbe Pool-Röhrchen und die Speichelproben werden vermischt. Dieses Röhrchen geht dann ins Labor. Anders als Schnelltests und Selbsttests sind diese Lolli-Tests nämlich keine Antigen-Tests, sondern aufwendige PCR-Tests. Damit lässt sich deutlich zuverlässiger feststellen, ob eine Corona-Infektion vorliegt oder nicht.

Sobald der Gruppen-Test positiv ist, müssen alle nochmal einzeln einen Lolli-Test (PCR-Test) durchführen, um den Infektionsherd ausfindig zu machen.  Zwischen dem positiven Ergebnis aus dem Pool-Test und einem negativen Ergebnis aus dem Einzel-Test dürfen die Teilnehmer des Pool-Tests die Kita nicht besuchen. Außerdem müssen sie sich „best möglich absondern“, wie es in der Corona-Test-und-Quarantäneverordnung heißt.

Stadt Köln hat fünf Millionen Euro in Lolli-Tests investiert

Für das Test-Angebot in allen Kölner Schulen und Kitas hat die Stadt fünf Millionen Euro investiert, um die Lolli-Tests im Zusammenarbeit mit der Uniklinik Köln zu entwickeln und herzustellen. Während die Pool-Tests in Schulen nur einmal wöchentlich durchgeführt werden, finden sie in Kitas sogar zweimal wöchentlich statt. Aber: Das Testangebot ist freiwillig, wie Stadtsprecher Benedikt-Mensing Tonight News auf Nachfrage erklärt. Der Ansprechpartner für Corona-Themen: „Wir haben in Köln eine sehr hohe Teilnehmerquote von 97 Prozent. Deswegen müssen wir das – anders als in Berlin – nicht verpflichten.“

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