Köln-Buchheim: Bombe erfolgreich entschärft – trotz Waldbrand

Erst wurde am Dienstagvormittag eine Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg gefunden. Dann entwickelte sich auch noch ein Feuer im Evakuierungsgebiet.
Bombe Buchheim
Philipp Blens (links) und Michael Daenecke vom Kampfmittelbeseitigungsdienst der Bezirksregierung Düsseldorf. Foto: Stadt Köln
Bombe Buchheim
Philipp Blens (links) und Michael Daenecke vom Kampfmittelbeseitigungsdienst der Bezirksregierung Düsseldorf. Foto: Stadt Köln

Bombenfund auf der Schäl Sick! Am Dienstag, 30. August, wurde bei Sondierungsarbeiten in Köln-Buchheim ein englischer Fünf-Zentner-Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg mit Aufschlagzünder gefunden. Der Kampfmittelbeseitigungsdienst (KBD) der Bezirksregierung Düsseldorf rückte aus, um die Entschärfung vorzunehmen. Auch das Ordnungsamt der Stadt Köln war vor Ort, um die Absperrung des Gefahrenbereichs sowie die Evakuierung von rund 3200 Personen im Gefahrenradius von 300 Metern zu veranlassen.

Am Nachmittag kam jedoch eine weitere Gefahr dazu: Im Bereich der Bahngleise Höhe Kieppemühler Straße war während des Klingeldurchlaufs ein gewaltiges Feuer ausgebrochen. Durch die Trockenheit breiteten sich die Flammen schnell aus, dunkler Rauch war weithin sichtbar. Die Feuerwehr stufte das Feuer als Waldbrand ein! Die Löscharbeiten dauerten an und verzögerten die Evakuierung. Betroffene Anwohner wurden dann plötzlich gebeten, Fenster und Türen zu schließen anstatt ihre Häuser zu verlassen.

Bombe in Köln-Buchheim gegen 20 Uhr entschärft

Als der Brand gelöscht war, wurde die Evakuierung weiter durchgeführt. In der Trude-Herr-Gesamtschule, Rendsburger Platz 1, war eine Anlaufstelle eingerichtet. Gegen 20 Uhr wurde die Bombe durch den KBD dann erfolgreich entschärft. Die Betroffenen konnten dann wieder in ihre Wohnungen zurückkehren. Insgesamt mussten 62 kranke oder gehbehinderte Personen mit Krankentransporten aus dem Evakuierungsbereich und nach der Entschärfung wieder zurück gebracht werden. Darunter waren auch sieben Corona-positive Personen, die gesondert transportiert und gesondert untergebracht wurden.

Während Evakuierung und Entschärfung wurden zahlreihe Straßen gesperrt. Auch mehrere KVB-Bus- und Bahnlinien waren von dem Einsatz blockiert worden. Die Sperrungen wurden nach 20 Uhr sukzessive wieder aufgehoben.

Das Ordnungsamt der Stadt Köln war mit insgesamt 110 Kräften im Einsatz, die Feuerwehr der Stadt Köln mit zwei, die Polizei mit acht und die KVB mit zwei. Hilfsorganisationen haben die Evakuierung mit 44 Personen unterstützt.